Viele Bürger St. Georgens setzen auf das hohe, kulturelle Angebot in der Stadt. Diese Qualität dringt seit vielen Jahren nach außen, ins Umland von St. Georgen. Die Orte des kulturellen Geschehens, die Stadthalle, die evangelische Lorenz- und die katholische Pfarrkirche St. Georg, der Musiksaal der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen (JMS) oder seit vielen Jahren auch der große Raum im ökumenischen Gemeindezentrum (Öku) auf der Seebauernhöhe sind aus der Sicht der Konzertbesucher Orte mit hoher künstlerischer, musikalischer Präsenz.

Die Veranstaltungsreihe Ökultur wird auch von heimischen Künstlern bestritten. Im Bild Ute Haas-Woelke und Peter Woelke aus Tennenbronn.
Die Veranstaltungsreihe Ökultur wird auch von heimischen Künstlern bestritten. Im Bild Ute Haas-Woelke und Peter Woelke aus Tennenbronn. | Bild: Werner Mueller

Dem Publikum ist bewusst, dass Konzerte hoher Qualität auch Kosten erzeugen. Das gilt auch dann, wenn Konzerte angekündigt werden, welche auf Spendenbasis beruhen. Im speziellen Fall hat sich Musiklehrerin Sabine Porsch auf den Weg gemacht, Menschen mit unterschiedlichsten Einkommen anspruchsvolle Musik und Vorträge zu aktuellen Themen zu bieten. Als Veranstaltungsort wählte Sabine Porsch das Öku. Auch deshalb, weil dort die Mietkosten im finanziellen Rahmen sind.

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Die von Porsch ins Leben gerufene künstlerische Reihe heißt "Ökultur". Ein Grundgedanke dabei war, immer wieder musikalische Erlebnisse zu bieten. Auch mit Lehrerkonzerten, womit neben dem interessierten Publikum auch Schüler erreicht werden sollen. Der Gedanke dabei ist, dass die Schüler auch die Lehrer der Jugendmusikschule kennenlernen. Nicht nur im Unterricht, sondern auch als künstlerisch Tätige. Einher zum Veranstaltungsort geht das Aha-Erlebnis, da Lehrern kaum die Möglichkeit geboten wird, sich künstlerisch darzustellen. Es hat etwas gebraucht, bis Sabine Porsch zur Erkenntnis gelangte: "Hier im Öku kann Musik stattfinden. Auch der Raum ist mit seiner Größe für solche Veranstaltungen groß genug."

Für Sabine Porsch bedeuten anstehende Konzerte zusätzliche Aufgaben. Auf keinen Fall darf ihre Tätigkeit als Musiklehrerin darunter leiden. Recht gut erinnert sich Porsch an die Zeit, als sie mit Musik in Berührung kam: "Als Jüngste von vier Geschwistern wollte ich immer Klavier spielen können." Als es soweit war, wurden die Lehrer und Klavierlehrer zu Vorbildern. "Während meiner gesamten Schulzeit habe ich mich der Musik gewidmet", erinnert sich Porsch lebhaft. Während der musikalischen Ausbildung in Freiburg folgten ein Studienjahr in Budapest und zwei Jahre an der staatlichen Musikakademie in Trossingen.

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Um Hochkarätiges zu bieten, ist Sabine Porsch auf die Spendenbereitschaft der Zuhörer angewiesen. Leider sei seit Monaten diese Bereitschaft rückläufig. Es wäre schade, sollte dieser Umstand dazu führen, den Konzertbetrieb einzustellen, meint Porsch: "Aus eigener Tasche kann ich die Künstler nicht bezahlen." Manchmal bleibt kaum etwas übrig, um nach Abzug der Fixkosten Geld an die beteiligten Künstler weiterzugeben: "Als Folge dieser Erscheinung werde ich die Konzerte etwas dehnen. Das bedeutet, vier Konzerte im Zeitraum von September bis März." Vielleicht waren auch die Abstände zwischen den Angeboten zu kurz, wodurch die Spendenbereitschaft geringer wurde.