Wenn es um Themen über die Bergstadt geht, könnten sich Daniel Arnhold und Heinrich Seebacher wohl stundenlang unterhalten. Beide stehen auf der CDU-Liste bei der kommenden Gemeinderatswahl, für beide wäre der Sprung in den Stadtrat politisches Neuland.

Früh in die Selbstständigkeit

Mit dem Start in neue Projekte hat der 23-jährige Daniel Arnhold trotz jungen Alters jedoch schon einige Erfahrung, schließlich ist Arnhold seit sechs Jahren selbstständig. Mit seiner neuen Firma sitzt er im Technologiezentrum. „Wir sind Dienstleister für Unternehmen im IT-Bereich, vermarkten also Internetseiten, kümmern uns um kundenspezifische Software und bieten normalen IT-Service an, wie das Warten und Zusammenbauen von Computern“, erklärt der 23-Jährige seinen Tätigkeitsbereich.

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Seine Kompetenz im Informatikbereich möchte er gerne in den Gemeinderat der Bergstadt einbringen. „Ganz wichtig sind Digitalisierungsthemen, also St. Georgen soweit auf die Schiene setzen, dass wir in den kommenden Jahren keine Probleme bei der Digitalisierung und beim Netzausbau haben“, sagt Arnhold. Dabei, so erklärt er, ginge es ihm auch um Bürgerdienste im Bereich von Apps.

„Mietwohnung zu finden ist schwierig“

Neben der Digitalisierung liegen dem 23-jährigen Unternehmer auch bezahlbarer Wohnraum, die Industrie und der Bürger am Herzen. „Hier eine Mietwohnung zu finden, die nicht nur zu zwei Quadratmeter hat oder nicht abseits liegt, ist schwierig“, erklärt er die Problematik. Generell sei es wichtig, St. Georgen attraktiv zu machen, sodass auch die Jugendlichen am Standort bleiben, so Arnhold. Dazu gehöre auch, dem Leerstand von Geschäften in der Innenstadt entgegenzuwirken, erklärt er. „Es wird sehr schnell sehr leer, wenn man nicht dagegensteuert.“

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Engagiert neben dem Beruf

Heinrich Seebacher kann sich, wie er sagt, nur Daniel Arnholds Meinung anschließen. Der 68-jährige Seebacher lebt seit 1965 in der Bergstadt und war 44 Jahre am St. Georgener Bahnhof im Vertrieb tätig. Neben seinem Beruf war er auch anderweitig engagiert: Seit 1992 ist er Vorsitzender des Verkehrsvereins, der sich um Tourismus in der Bergstadt kümmert. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender des Ferienlands Schwarzwald, welches er mitgestaltet hat. Auch für ihn sei es wichtig, der Jugend etwas zu bieten, sodass sie im Ort bleibt. „St. Georgen hat viele Einrichtungen für Jugendliche, versteht es aber manchmal nicht, diese zu vermarkten. Daran muss gearbeitet werden“, meint Seebacher.

Industrie hat Priorität

Auch wenn durch seine Tätigkeit beim Verkehrsverein der Tourismus für ihn viel bedeute, liege die oberste Priorität bei der Industrie, erklärt er. „Dazu gehört die Erhaltung und das Schaffen von Arbeitsplätzen“, führt er weiter aus. „Wichtig für die Industrie und auch im touristischen Bereich ist, dass es mit der Verbindung von der B33 zur A81 endlich mal voran geht“, betont der 68-Jährige.

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Auch der Ausbau der Gäubahn und die Anbindung an den Ringzug haben Priorität: „Es hätte von Anfang an mit einkalkuliert gehört, dass St. Georgen als drittgrößte Stadt des Schwarzwald-Baar-Kreises in den Ringzug miteingebunden wird“, so Seebacher. Durch seine Tätigkeit bei der Deutschen Bahn verfüge er über viel Fachkenntnis, welche er gerne einbringen würde. „Für viele bin ich noch Mister Bahnhof“, sagt er mit einem Lächeln.

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Auch für den 24-jährigen Daniel Arnhold ist der öffentliche Nahverkehr ein wichtiges Thema, betont er. Dieses sei zwar sehr komplex, so der 24-Jährige, müsse aber trotzdem gefördert und angegangen werden.