"Nehmen Sie, was der Garten her gibt, und essen Sie etwas Schönes", riet Oekotrophologin Gertrud Mellert den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereines. Im Rahmen der Gartenecke-Veranstaltungen referierte sie über den gesundheitlichen Wert von Gemüse im neu erwählten Vereinsgasthaus "Krone".

Von etwa 1000 bekannten Gartenpflanzen spielen nur 16 Gemüsearten beim Verbraucher eine Rolle, nannte Gertrud Mellert Zahlen. Fruchtgemüse dominiere die Nachfrage, die Kohlarten seien auf dem absteigenden Ast. "Das ist schade", kommentierte sie, "denn die Kohlarten haben die Eigenschaften eines Super-Foods". Mit Erstaunen nahmen die aufmerksamen Zuhörer des Obst- und Gartenbauvereins zur Kenntnis, dass die Gemüsearten in ihrem gesundheitlichen Wert noch vor dem Obst rangierten. Anhand verschiedener Arten verdeutlichte Gertrud Mellert die Inhaltstoffe und sie riet dazu, möglichst Vieles roh zubereitet in die Ernährung aufzunehmen.

Interessiert und aufgeschlossen verfolgen die Mitglieder des Obst- und Garrtenbauvereines die Ausführungen von Gertrud Mellert zum Thema Gemüse. Bild: Rita Bolkart
Interessiert und aufgeschlossen verfolgen die Mitglieder des Obst- und Garrtenbauvereines die Ausführungen von Gertrud Mellert zum Thema Gemüse. Bild: Rita Bolkart

Gemüse zeichne sich durch Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus, besonders wertvoll macht es seine sekundären Pflanzenstoffe, deren umfängliche Erforschung noch laufe. Mit einer Fülle von Inhaltsstoffen, die das Herz- und Kreislaufsystem stärken und die Widerstandskräfte wecken, Tumoren und Diabetes Typ 2 vorbeugen, sind die sekundären Pflanzenstoffe ein wertvoller Bestandteil einer gesunden Ernährung. Als Beispiele für die sekundären Pflanzenstoffe nannte sie die scharfen Senföle, Farb- und Geschmacksstoffe. "Unsere Vorfahren haben da Einiges gewusst aus Erfahrung, was nun wissenschaftlich belegt wird", kommentierte sie die Wirkung von Meerrettich und Zwiebeln bei Erkältungskrankheiten.

Besonders legte Gertrud Mellert ihren Vortragsteilnehmern die Kohlarten als Wintergemüse ans Herz, insbesondere den Grünkohl. Es stimme nicht, dass die Gemüsearten früher nährstoffreicher waren, ergänzt sie den Vortrag. Der kam bei den Vereinsmitgliedern sehr gut an, bestätigte er sie doch in der Gartenphilosophie. Außerdem tauschten sich die Zuhörer mit Gertrud Mellert aus und ergänzten ihre Erfahrungen mit der Gemüse-Lagerung.