St. Georgen – Bringen Schneeunsicherheit und zunehmende Mietangebote für Wintersportgeräte die Zukunft von Skibasaren ins Wanken? Die Ski- und Snowboardabteilung des Turnvereins jedenfalls denkt über Anpassungen an sich verändernde Gegebenheiten nach. Und setzt erste Maßnahmen im Wintersportangebot bereits in der jetzt beginnenden Saison um.

Mit rund 600 Artikeln von Skiern, Skischuhen, Helmen und anderem Zubehör für das pure und sichere Wintersportvergnügen war der Brettlemarkt in der Jahnturnhalle am Samstag zwar gut bestückt. Beim genauen Hinsehen wurde jedoch deutlich, dass die Hälfte der Artikel Neu- und Gebrauchtware von gewerblichen Händlern war. "Von Privatanbietern kommt mittlerweile deutlich weniger zurück als noch vor ein paar Jahren", sagt Robert Schlipf, Abteilungsleiter der Ski- und Snowboardabteilung des Turnvereins. Den Grund dafür sieht er zum Teil darin, dass immer mehr Wintersportler die Mietangebote von Sportgeschäften nutzen. "Da kann man sich für eine Saison für ein paar Euro jeweils die neueste Generation an Skiern mieten." Ein weiterer möglicher Grund sieht Schlipf in der Schneeunsicherheit der vergangenen Jahre, was viele Skifahrer davon abhalte, sich neue, teure Ausrüstungen anzuschaffen.

Ein Trend, der generell abgeschwächt scheint , ist das Boarden. "Der Snowboard-Boom ist vorbei", sagt Schlipf. Er führt das besonders auf gesundheitliche Gründe zurück. Snowboarden geht auf die Knie." Zudem sei das Skifahren durch das Carven flexibler geworden. Die Frage, wie lange es noch Skibasare in der bisherigen Form geben wird, konnte Schlipf nicht beantworten. "Aber die Frage ist, weshalb brauchen wir in St. Georgen zwei Skibasare?" Neben dem Turnverein bietet auch der Skiverein einen Basar an. Hier möchte der Abteilungsleiter bald das Gespräch mit dem Skiverein suchen, um den Vorschlag zu unterbreiten, die beiden Basare eventuell zusammenlegen zu können. Zumal die Veranstaltungen jeweils eine Vielzahl an Helfern erfordern, die die Käufer bei der Wahl der richtigen Ausrüstung fachkundig beraten.

Um die angesprochene Schneeunsicherheit zumindest ein stückweit aushebeln zu können, setzt die Skiabteilung des Turnvereins in Sachen Kinderskikurse auf ein neues Konzept. "Wir haben ein neues Kurskonzept erarbeitet", erklärt Robert Schlipf. Dieses sieht vor, dass an vier Wochenenden jeweils an zwei Tagen das komplette Kursprogramm durchgezogen wird. Die Kurse sind dabei aufeinander aufbauend. Die Kinder können in verschiedene Leistungsstufen von Anfänger bis Experte eingestuft werden. Durch die Beschränkung auf jeweils ein Wochenende hoffen die Organisatoren, ausreichend Schnee zur Verfügung zu haben. Zudem sei die Verfügbarkeit der Skilehrer besser gesichert.