Was sich nach einem bürokratisch verstellten Begriff anhört, ist für die Schüler ein Grund zum Feiern. Denn worauf sich die Klassen des schulübergreifenden Netzwerks Fairtrade Schools freuen können, ist die bevorstehende Rezertifizierung als „Faire Schulklasse“.

Dass dieses Ziel in diesem Jahr wieder erreicht wurde, ist der Zusammenarbeit von „Schülern, Eltern, Lehrern und sonstigen“ zu verdanken, wie Koordinatorin Michaela Conzelmann erklärte. Sie ist selbst Lehrerin am Thomas-Strittmatter-Gymnasium (TSG), und beschreibt die Ziele des Netzwerks so: „Es geht darum, dass auch andere Menschen ein gutes Leben haben, aber eben auch die Tiere.“

Dazu müssten auch die Schulen einen Beitrag leisten, indem sie etwa bei Veranstaltungen mehr fair gehandelte Lebensmittel anbieten, oder wie am TSG Wasserspender aufstellen, um Plastikmüll zu vermeiden.

Eigene Aktionen in der Nachhaltigkeitswoche

Beim Treffen des Netzwerks im Café Bohnenheld sammelten die Schüler vor allem Ideen, wie das Thema fairer Handel während der vom Jugendgemeinderat geplanten Nachhaltigkeitswoche im März kommenden Jahres bearbeitet werden könnte. An der Robert-Gerwig-Schule wird dazu beispielsweise eine Projektwoche stattfinden, die sich mit den Folgen von weltweitem Handel und Konsum auseinandersetzt.

Im Café Bohnenheld plant Lehrerin Michaela Conzelmann (rechts) mit Schülern und Eltern das weitere Vorgehen, und wie fairer Handel in der Bergstadt noch verstärkt werden könnte.
Im Café Bohnenheld plant Lehrerin Michaela Conzelmann (rechts) mit Schülern und Eltern das weitere Vorgehen, und wie fairer Handel in der Bergstadt noch verstärkt werden könnte. | Bild: Rolf Hohl

Für Kindergärten wurden dazu etwa Spiele angeregt, die den fairen Handel erklären, und für die breite Öffentlichkeit könnte es einen Spendenlauf oder einen Flohmarkt geben. Die „Fridays for Future„-Gruppe in St. Georgen hingegen möchte ganz gezielt Hilfestellung geben, was jeder Einzelne im Alltag für mehr Nachhaltigkeit und für die Umwelt tun könnte.

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An den Schulen, so sagte Lehrerin Conzelmann, habe das „Faire Schulklasse“-Zertifikat bereits vieles bewirkt: „Wenn man beispielsweise T-Shirts organisieren muss, dann achten die Schüler schon darauf, woher die kommen und wie sie produziert wurden.“ Wenn also am 20. November die Schüler in der Stadthalle wieder als „Faire Schulklasse“ ausgezeichnet werden, dann auch dafür, dass sie ihr Wissen in die Tat umsetzen.

Zertifizierung

Für das Zertifikat „Faire Schulklasse“ müssen mehrere Kriterien erfüllt sein. So müssen die Schüler den fairen Handel im Unterricht behandeln, es müssen fair gehandelte Produkte an der Schule erhältlich sein und Schüleraktionen zu dem Thema geben. (rho)