Vor wenigen Tagen machte ein Ehepaar aus der Ackerstraße in St. Georgen die SÜDKURIER-Redaktion darauf aufmerksam, dass das Kinogässle, ein viel frequentierter und steiler Verbindungsweg zur Stadt, offenbar nur unzureichend von Schnee und Eis befreit werde. Das Begehen des Weges sei äußerst mühsam und für Menschen, die schlecht zu Fuß sind, insbesondere bergab praktisch nicht zu bewältigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Diese Kritik wollen Anwohner des Wegs, der eine Verbindung zwischen Ackerstraße und Wiesenstraße ist, so nicht stehen lassen. Gegenüber dem SÜDKURIER stellte ein Anwohner seine Sicht der Dinge dar.

"Wir tun, was wir können", so der Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung sehen will. Es sei richtig, dass in den vergangenen Jahren ein privater Schneeräumdienst beauftragt worden sei, den Weg zu räumen. Dies habe zwar gut geklappt. "Aber die Kosten hierfür sind enorm." Deshalb übernehmen die Anwohner die Schneeräumung wieder in Eigenregie.

Um den sehr steilen Weg ordnungsgemäß zu räumen, habe er sich sogar extra eine Schneefräse angeschafft, so der Betroffene im Gespräch. Natürlich könne es sein, dass der Weg bei anhaltendem Schneefall tagsüber wieder zugeschneit werde. "Die Anwohner sind ja berufstätig." Sollte der Zustand des Weges Anwohnern in der Ackerstraße nicht passen, "dürfen sie sich gerne an den Kosten für den privaten Schneeräumdienst beteiligen." Das Ordnungsamt habe sich zudem vom Zustand des Kinogässles selbst überzeugt und sei zur Ansicht gelangt, dass die Schneeräumung in Ordnung sei.

Auch die Stadtverwaltung nimmt Stellung zu dem Bericht. Markus Esterle, Leiter des Bürgeramtes, verwehrt sich gegen die Darstellung der Bürgerin, sie sei unwirsch abgekanzelt worden. "Wir sind gerne für die Bürger da und wollen unsere Arbeit im Sinne der Bürger gut machen." Allerdings habe die betreffende Person ihm gegenüber "einen Ton angeschlagen, der nicht gerechtfertigt war." Zudem habe sie auch den städtischen Vollzugsbeamten beleidigt."

Das könnte Sie auch interessieren