Vergangenes Wochenende war es mal wieder soweit. Der Engadiner Skimarathon wurde zum 50. Mal ausgetragen. Wieder ließen sich ein paar St. Georgener Sportler dieses Event nicht entgehen. Bereits am Freitagmittag machten starteten die sechs junge Leute, fünf vom Skiverein St. Georgen und ein Langlaufkamerad aus Langenordnach, auf den Weg. Der Skiverein St.Georgen hatte großzügig den Skibus samt Schneeketten zur Verfügung gestellt.

Der Samstag stand noch mal zum Trainieren zur Verfügung, außerdem mussten noch die Ski präpariert werden. Grundwachs, Race-Pulver und Speedwachs müssen sorgfältig aufgebracht werden. Zum Glück gab es wie immer einen Wachstipp an den man sich beruhigt halten kann. Aus Kostengründen hatte die Gruppe sich in Italien eingemietet. So mussten alle am Sonntag schon um 4 Uhr aufstehen, um rechtzeitig am Start zu sein. Das Startfeld von 14 200 Läufern stellte einen neuen Rekord auf. Der bekannteste Name war sicherlich der Norweger Peter Northug.

Johannes Pfaff startete direkt in der Spitzengruppe, Julian Pfaff und Peter Hensler gingen nur wenige Minuten später auf die Marathondistanz über 42 km. Diese frühen Startplätze ermöglichen ein deutlich besseres Resultat, auch wenn man auch hier noch unzählige andere Läufer überholen muss. Julia und ihre Schwester Helena Merkle und Lena Pfaff nahmen etwas später den Halbmarathon über 21 km in Angriff. Couragiert schoben die sechs nach vorne, und am Ende standen sehenswerte Ergebnisse. Julia, Helena und Lena wurden 30., 31. und 80. bei den insgesamt 1027 Damen. Johannes, Peter und Julian erreichten mit dem 254., 370. und 376. Platz hervorragende Ergebnisse bei den 8527 Herren.

Auch wenn Johannes Pfaff und Julia Merkle recht heftig stürzten fällt das Fazit absolut positiv aus. „Der Engadiner ist mehr als ein Rennen, das ist ein Erlebnis“ ist der Tenor. „Irgendwie wie ein riesiges Familienfest“, sind sich alle einig. Nach dem Rennen werden eue Kontakte geknüpft, Emotionen geteilt und Adressen getauscht. „Spätestens im Zug beim Rücktransport redet jeder mit jedem, und alle sind total happy“, meint Johannes Pfaff. Und die Gruppe ist sich einig: Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.