Der Gemeinderat hat die Entscheidung über die Erneuerung der Heizungsanlage der Rupertsbergschule vertragt. Vorausgegangen war eine längere Diskussion darüber, welche Art Anlage man einbauen will. Zur Wahl standen letztlich noch ein Gas-Brennwert-Heizkessel mit oder ohne Blockheizkraftwerk (BHKW). Die einfachere Ausführung würde rund 270 000 Euro kosten, mit BHKW läge der Preis rund 200 000 Euro darüber. Im Haushaltsplan 2019 stehen für die Erneuerung 200 000 Euro.

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Der Diskussion vorausgegangen war eine Schwachstellenanalyse, die Klaus Faden vom Energiebüro 21 vorstellte. Dem Ergebnis dieser war zu entnehmen, dass die derzeitige Anlage veraltet und überdimensioniert ist. Sie arbeitet demnach auch nicht besonders effizient. „Es besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf“, so der Diplom-Ingenieur. Unter anderem auch, weil die zentrale Regelung nicht mehr funktionsfähig ist und es auch in den einzelnen Räumen keine Möglichkeit gibt, die Heizkörper zu regeln. Dadurch resultiert ein deutlich erhöhter Wärmebedarf.

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Für die Abstimmung über ein BHKW lagen den Gemeinderäten keine genauen Zahlen vor. Eine Kalkulation soll nun für eine spätere Entscheidung Klarheit bringen. Diese Anlagen wären umweltfreundlicher, machen wirtschaftlich aber vor allem dann Sinn, wenn viel der erzeugten Energie vor Ort verbraucht wird. Hans-Peter Rieckmann (Freie Wähler) sagte: „Ich wäre auf jeden Fall für die ökologische Lösung. Das wäre auch eine Investition in die Zukunft.“ Andere Gemeinderäte zweifelten hingegen an, ob man sich diese Investition leisten könne und wolle – vor allem vor dem Hintergrund, dass unter anderem durch die Sanierung der Innenstadt in den kommenden Jahren große Ausgaben auf die Stadt zukommen. Auf einen Antrag der CDU-Fraktion stimmte das Gremium dann mit deutlicher Mehrheit darüber ab, den Tagesordnungspunkt zu vertagen.