Dem langjährigen Kassierer des Imkervereins St. Georgen wurde in der Jahreshauptversammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen. "Am 1. Januar 1969, ist Lothar Lehmann in den Imkerverein eingetreten", erläuterte der stellvertretende Vorsitzende Franz Rothfelder in seiner Laudatio. Er bezeichnete Lehmann als Glücksfall für den Verein. Lehmann übernahm das Amt des Kassierers, nachdem sein Vorgänger überraschend gestorben war und hielt dem Verein die Treue auch in schwierigen Jahren.

Beim Bau des Bienenhauses gehörte Lehmann zu den treibenden Kräften und sei auch heute noch ein zuverlässiges Vereinsmitglied, führte Rothfelder aus. "Solche Leute braucht ein Verein", erklärte er und überreichte gemeinsam mit der Vorsitzenden Barbara Hanke die Ehrenurkunde. Der Jubilar kündigte allerdings an, sein Amt als Kassierer bald in andere Hände legen zu wollen.

Barbara Hanke freute sich über den guten Besuch der Hauptversammlung. Schriftführer Johannes Falk berichtete über das vergangene Imkerjahr. Die kalten Monate Februar und März hatten den Völkern zugesetzt, so dass sie geschwächt aus dem Winter kamen und nochmals zugefüttert werden mussten. Es dauerte lange, bis die Völker ihre erforderliche Stärke erreicht hatten, erinnerte er. Mit den Honigerträgen waren die Imker aufgrund des Zementhoniganteils nur teilweise zufrieden.

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Johannes Falk blickte auf die Imkerecken zurück und die gemeinsamen Unternehmungen. Der Imkerverein beteiligte sich am Naturparkmarkt und am St. Georgener Weihnachtsmarkt mit gutem Erfolg. Durch sieben Neuzugänge sei die Vereinsstärke auf 45 aktive und vier passive Mitglieder gestiegen. Einen Verlust vermeldete Kassierer Lothar Lehmann. Allerdings wären sinnvolle Anschaffungen getätigt worden, die dieses Minus vertretbar machten.

In diesem Vereinsjahr sollen ein weiteres Rührwerk und ein zweiter Wärmeschrank angeschafft werden. Gemeinsam wollen die Imker außerdem den Befall mit der Varroamilbe bekämpfen und die Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit den St. Georgener Kindergärten und Schulen weiter ausbauen. Außerdem diskutierten die Imker über die Anlage von Bienen- und Blühwiesen im öffentlichen Raum und ihre unterschiedliche Akzeptanz bei der Bevölkerung.

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