Der IT-Dienstleister GFT hat am Gründungsstandort in ein neues Rechenzentrum investiert. Mit etwa einer Million Euro wurden nicht nur, passend zum Unternehmenswachstum, Kapazitäten erweitert, sondern auch erhöhte Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit umgesetzt. Das Herzstück der IT-Infrastrukur vernetzt alle Niederlassungen des weltweit operierenden Unternehmens. Die Investition, zu der die Kosten für die 2014 installierte Glasfaserverbindung gehören, stärkt den Standort. Niemals habe es bei Unternehmenschef Ulrich Dietz die Überlegung gegeben, den Schwarzwald-Standort aufzugeben, betonte die Leiterin der Unternehmenskommunikation, Andrea Wlcek.

Temporeich gelang die Umsetzung. Von den ersten Planungen bis zum Umzug, bei dem Helfer aus vielen weiteren Standorten mitwirkten, vergingen 13 Monate. Heute verarbeiten 16 Serverschränke die Daten aller GFT-Niederlassungen weltweit. Stolz schwingt mit, wenn Dirk Heimes, Chef der 85 Köpfe starken IT-Infrastruktur, sagt: "Wir sind jetzt auf dem neuesten Stand der Technik und steuern die IT-Systeme unserer 32 Standorte in Europa sowie Nord- und Lateinamerika aus dem Schwarzwald heraus."

Das Rechenzentrum ersetzt eine 2002 installierte Modernisierung und soll in der gegebenen Konfiguration mindestens fünf Jahre arbeiten. Danach werde man den Bedarf prüfen, so Heimes. Angesichts einer Fülle von Verbesserungen in Verfügbarkeit, Überwachung, Alarmierung, Energieversorgung, Kühlung und Brandschutz durchläuft GFT einen Zertifizierungsprozess für das Rechenzentrums.

Besondere Bedeutung habe im Rechenzentrum der Sicherheitsaspekt, verdeutlicht Rolf Rebmann. Der Leiter des Rechenzentrums verweist nicht auf einen externen Dienstleister, der durch regelmäßige Tests die Sicherheitsgüte evaluiert. Zudem sind alle Komponenten mehrfach angelegt. Doppelt sind die Internetverbindung und die unterbrechungsfreie Stromversorgung, dreifache Redunanz hält GFT bei den Kühlsystemen vor. Maximale Anstrengungen werden auch beim Brandschutz betrieben. Etwa durch die Absenkung des Sauerstoffgehalts auf einen brandhemmenden Wert von unter 15 Prozent. Die Mitarbeiter arbeiten so kurzzeitig unter hochalpinen Luftbedingungen und unterziehen sich deshalb regelmäßig einer arbeitsmedzinischen Vorsorgeuntersuchung.

"Das Rechenzentrum könnte von jedem Standort aus gesteuert werden", betonte Rebmann. Die internationale Umzugshilfe habe vor diesem Hintergrund durchaus Sinn gemacht. Beachtlich sei generell das Teamwork: Nur bei der Planung habe man externe Hilfe benötigt. Und natürlich bei der Einbindung heimischer Firmen in der Ein- und Umbauphase.