Mit einer Kriminalkomödie meldet sich das Theater im Deutschen Haus aus der Sommerpause zurück. Am 14. September feiert das Gelegenheitstheater mit dem Stück "Fifty-Fifty" Premiere. Insgesamt wird das Stück sechs Mal gezeigt. Das Ensemble steckt in der Proben-Hochphase.

Regisseurin Verena Müller-Möck gibt den Ensemblemitgliedern des Theaters im Deutschen Haus St. Georgen noch Anregungen für Gestik und Mimik. Von links Cornelia Burkart, Christian Lewedei, Jörg Kluge und Karin Binkert-Hörmann. Bilder: Roland Sprich
Regisseurin Verena Müller-Möck gibt den Ensemblemitgliedern des Theaters im Deutschen Haus St. Georgen noch Anregungen für Gestik und Mimik. Von links Cornelia Burkart, Christian Lewedei, Jörg Kluge und Karin Binkert-Hörmann. Bilder: Roland Sprich | Bild: Sprich, Roland

Unter der Regie von Verena Müller-Möck nimmt das Fünf-Personen-Stück derzeit Gestalt an. "Da wir nur eine Produktion im Jahr machen, können wir uns Zeit lassen", erklärt Müller-Möck am Rande eines Probenabends. Sie zeichnete auch für andere Produktionen des Gelegenheitstheaters wie "Frau Müller muss weg" und "Bonnie & Clyde" verantwortlich.

Die freundlichen Gesichter sind nur Fassade. Dahinter brodelt es, weil jeder ein Stück vom großen Kuchen abhaben will, den die Erblasserin hinterlassen hat. Von links Christian Lewedei, Cornelia Burkart, Jörg Kluge und Karin Binkert-Hörmann.
Die freundlichen Gesichter sind nur Fassade. Dahinter brodelt es, weil jeder ein Stück vom großen Kuchen abhaben will, den die Erblasserin hinterlassen hat. Von links Christian Lewedei, Cornelia Burkart, Jörg Kluge und Karin Binkert-Hörmann. | Bild: Sprich, Roland

Bei dem Stück "Fifty-Fifty" von Evelyn Reben taucht das Ensemble dieses Mal ein in eine Welt voller Neid und Missgunst. Alles beginnt mit dem Tod einer wohlhabenden Dame. Tief betroffen finden sich die Trauernden in der Villa der Verstorbenen ein. Dort erfahren sie, dass die Erbschaft an Bedingungen geknüpft ist, die die Verblichene testamentarisch festgelegt hat. So lange verwalten und genießen die beiden Hausdamen Wilma und Ricarda das Erbe je zur Hälfte, also fifty-fifty.

Der Haken: Nach dem Ableben der Damen würden die Bedingungen hinfällig werden. Und schon bald brodelt es deshalb hinter den freundlichen Fassaden der Nichte Isolde, des Schönheitschirurgen Dr. Gonski und Chauffeur Max, die allesamt ein Stück vom großen Kuchen abbekommen wollen.

Sie streiten schon um ein Erbstück. Die Darsteller (von links) Cornelia Burkart, Christian Lewedei und Karin Binkert-Hörmann.
Sie streiten schon um ein Erbstück. Die Darsteller (von links) Cornelia Burkart, Christian Lewedei und Karin Binkert-Hörmann. | Bild: Sprich, Roland

Das Stück ist ein ironischer Blick auf die Gesellschaft, bei der jedwede Moral verloren geht, wenn eine Erbschaft winkt. Verena Müller-Möck inszeniert das Stück nicht zum ersten Mal. Mit Christian Lewedei als Schönheitschirurg Dr. Gonski, Jörg Kluge als Chauffeur Max und Cornelia Burkart als Hausdame Wilma sind drei Ensemblemitglieder ebenfalls bereits mehrfach in diese Rollen geschlüpft. Ebenfalls zum Ensemble bei der Aufführung im Theater im Deutschen Haus gehören Susanne Dilger als Nichte Isolde und Karin Binkert-Hörmann als Hausdame Ricarda.

"Die Zuschauer sollen sich entspannt zurücklehnen und das Stück genießen. Und am Ende einen schönen Abend gehabt haben", wünschen sich Verena Müller-Möck und die Ensemblemitglieder.

Jetzt geht's dem Schönheitschirurg an den Kragen. Chauffeur Max (Jörg Kluge, links), würgt Dr. Gonski (Christian Lewedei).
Jetzt geht's dem Schönheitschirurg an den Kragen. Chauffeur Max (Jörg Kluge, links), würgt Dr. Gonski (Christian Lewedei). | Bild: Sprich, Roland

Während die Textpassagen wenige Tage vor der Premiere sitzen und die Regisseurin noch letzte Verbesserungsvorschläge für Mimik und Gestik einbringt, um die Dramaturgie noch zu steigern, wird an der Kulisse noch gebaut. Bei den Requisiten und Kostümen bedienten sich die Akteure aus dem großen Theaterfundus und aus dem Privatbestand. Auch ein Möbelhaus der Region stellt Requisiten kostenlos zur Verfügung, dankte Müller-Möck für die Unterstützung.