"Mit dem Auto oder zu Fuß?", das ist dieser Tage die Frage. Für "zu Fuß" sprechen die frische Luft und die Bewegung. Für das Auto spricht die persönliche Sicherheit bei der Fortbewegung. Aber vier Räder sind sicherer als zwei Beine. Da wir ja nun mal wieder winterliches und dazu abwechslungsreiches Wetter haben, ist die Straßenlage je nach dem für Mensch und Auto mit viel Vorsicht zu genießen.

Kann der geübte Schwarzwald-Winter-Autofahrer auf eine langjährige Praxis zurückblicken, hat er ein gutes Profil auf den Winterreifen, Sandsäckchen, Kehrblech und womöglich noch Schneeketten im Kofferraum, ist er gerüstet. In ganz unsicheren Fällen und bei Schneesturm empfiehlt sich auch eine Thermoskanne mit heißem Getränk. Es kann durchaus vorkommen, dass eine Autofahrt von Schönwald nach St. Georgen eine ganze Stunde dauert.

Aber wir wollen ja auch zu Fuß in St. Georgen unterwegs sein. Das geht nur mit gutem Profil an den Schuhsohlen, denn neben Schneefall kann es ja plötzlich auch tauen, das Ganze noch schön glatt werden, sodass auch mal ein Gartenzaun in der Nähe als Stütze her halten muss. Schlimm sind da gewisse Straßen- und Wegeabschnitte, die von vornherein schon kritisch anmuten. Zum Beispiel der Trampelpfad neben der Post am Marktplatz. Schon bei trockenem, sonnigen Wetter sollen bewegungseingeschränkte Leute ihn meiden.

Liegt dann aber noch Schnee und es regnet darauf, kann man sich schon mal ein Bett im Krankenhaus vorbestellen. Denn dann ist kein Halten mehr. Auch das vorsorglich angebrachte Geländer bringt nichts: Entweder bleibt die nackte Hand auf dem vereisten Geländer kleben oder die behandschuhte Hand rutscht weg. Ergo heißt es, diesen Wegeabschnitt meiden und Umwege in Kauf nehmen. Die nachlässig geräumten Gehwegabschnitte kann man am besten mit zwei Walkingstöcken und ganz langsam Schritt für Schritt bewältigen. Was uns der Winter demnächst noch so beschert, wir können ihm nur mit gutem Profil und Vorsicht genießen.