St. Georgen (spr) Für einen Abend war das Technikmuseum im Forum am Bahnhof (FAB) um eine leistungsstarke Maschine reicher. Die zehnköpfige Formation The Soulmachine drehte im FAB auf. Und brachte das Publikum gehörig auf Touren.

Normalerweise nehmen Maschinen, die permanent im hochtourigen Bereich unterwegs sind, irgendwann Schaden. Nicht so die Musiker von The Soulmaschine. Sie brauchten noch nicht einmal eine Warmlaufphase. Von Null auf Hundert in Nullkommanix. Die beiden Frontsänger Bianca Müller und Peter Arnegger hatten ordentlich Power unter der Haube und rockten die Zuhörer vom ersten Augenblick an. Im Rücken hatten die Leadsänger eine starke Band mit schneidigem Bläsersatz und grooviger Rhythmussection, die Sänger und Publikum mit jedem Stück noch weiter antrieben. Letztere hielt es auch nicht lange auf den Plätzen. Der Groove ging in die Beine und schnell war die Tanzfläche dicht besiedelt.

Mit ihrem breiten Repertoire von Soul, Rhythm und Blues, Funk und Pop, sprach die Formation jeden musikalischen Geschmack an. The Soulmachine ließen dem Publikum kaum Zeit zum Verschnaufen. Und wenn, dann nur für einen Slow-Blues. Schlag auf Schlag schlug sich The Soulmachine durch die jeweiligen Genres. Da reihten sich die Beatles an Joe Cocker, Michael Jackson folgte auf The Blues Brothers und neben den Altmeistern Rolling Stones, gab es Musik von musikalischen Küken wie Alice Merton. Und schon bald war nicht mehr eindeutig auszumachen, von wem die Energie ausging, die Band und Publikum antrieb. Das war genau genommen letztlich auch nicht ganz so wichtig. Wichtig war, dass beide Seiten ihren Spaß hatten.