Das Herbstfest auf dem Antikhof im Brunnendobel litt unter dem unsicheren Wetter vom Wochenende. Zu Beginn am Vormittag litt die Veranstaltung mehr oder weniger durch den Mangel an Besuchern. Reinhard Schlau, durch und durch Optimist, lässt so etwas nicht kalt, doch seine Zuversicht auf Wetterbesserung stellt sich dann doch noch ein.

Um der etwas kühlen Witterung entgegen zu treten, setzte Sabine Schlau einen großen Topf Gemüsesuppe auf. Alles darin stammte aus eigener Produktion. Und lecker war die wärmende Suppe auch. Auch Nachfrage bestätigte Sabine Gutmann, dass es eine gute Idee war, einen Teller warmer Suppe zu essen.

Nachgefragt bei Reinhard Schlau, wie wohl er sich im Brunnendobel auf dem Antikhof fühlt, lachte er und sagt: "Seit 13 Jahren bin ich hier im Brunnendobel auf dem Antikhof." Allerdings der Name Antik hat etwas mit seiner Tätigkeit zu tun. Denn Reinhard Schlau restauriert alte Möbel. Sein Fachwissen ist enorm und nach eigener Aussage ist das Restaurieren alter Möbel mehr als sein Hobby. Ganz nett ist seine Feststellung, "es hängt mit dem halben Schwaben, der in mir wohnt, zusammen, dass ich nichts wegwerfen kann."

Am Herbstfest kann auch die Werkstatt besichtigt werden. Reinhard Schlau fertigt alles mit der Hand. Im Gespräch wird deutlich, hier spricht ein Mann, der genau weiß, worauf es bei rustikalen Möbelstücken ankommt. Das Herbstfest auf dem Gelände bietet viel Sehenswertes. Denn auf dem großen Gelände um den Hof finden weitere Attraktionen statt. Ins besondere Interesse rückt Felix Schlegel, der Messermacher an der Esse. Schlegel lässt den Schmiedehammer auf dem Amboss klingen und weckt somit die Aufmerksamkeit der Besucher. Aus ausgedienten Feilen formt er ein geschwungenes Eisen zum Funkenschlagen am Flintstein. Und dass das auch funktioniert, führt Lothar Kittelmann vor. In der Hand hält er den Feuerstein mit scharfer Kante, darauf ein Stück Zunder. Nach dem Schlagen mit dem Eisenteil entstehen Funken und der Zunder beginnt schnell zu brennen.

Nach dem Funkenschlagen brennt der Zunder allein durch den Wind.
Nach dem Funkenschlagen brennt der Zunder allein durch den Wind. | Bild: Werner Müller
Ingrid und Carla Stanzl führen die Seilerei vor.
Ingrid und Carla Stanzl führen die Seilerei vor. | Bild: Werner Müller
Felix Schlegel schmiedet eine alte Feile in eine handliche Form, um mit dem Produkt am Flintstein Feuer zu schlagen.
Felix Schlegel schmiedet eine alte Feile in eine handliche Form, um mit dem Produkt am Flintstein Feuer zu schlagen. | Bild: Werner Müller

Am Nachmittag sagte sich Bernhard Betting an in Begleitung von Ruth Zwingenberger und Ingo Perk. Betting, im ersten Leben Musiklehrer, kommt mit einer E-Gitarre und dazu bringt er noch eine Akustikgitarre mit. Es lässt sich nicht verbergen, dass Bernhard Betting ein Anhänger der Musik von Slowhand Mark Knopfler, Jimmy Hendrix, Eric Clapton, den Beatles oder den Rolling Stones ist. Mit rauchig angehauchter Stimme bereicherte Ruth Zwingenberger mit "Bei mir bist du schön", den Auftritt des Trios. Am Sonntag bereicherte Harizen mit seiner Westerngitarre, der Mundharmonika und mit Gesang das Publikum.

Nurka Dizdarevic, St. Georgen: "Ich bin auf der Suche nach einem Kleiderschrank. Habe vor Kurzem vom Antikhof gehört und nun bin ich da."
Nurka Dizdarevic, St. Georgen: "Ich bin auf der Suche nach einem Kleiderschrank. Habe vor Kurzem vom Antikhof gehört und nun bin ich da." | Bild: Werner Müller
Reinhard Mündel, St. Georgen: "Hier ist eine einfache, lockere Atmosphäre, dazu gute Musik. Zur Verpflegung ist ebenfalls alles da."
Reinhard Mündel, St. Georgen: "Hier ist eine einfache, lockere Atmosphäre, dazu gute Musik. Zur Verpflegung ist ebenfalls alles da." | Bild: Werner Müller
"Ein sehr familiäres Herbstfest, mit netten Leuten. Zwar klein, aber fein. Dazu gibt es gute Musik."
"Ein sehr familiäres Herbstfest, mit netten Leuten. Zwar klein, aber fein. Dazu gibt es gute Musik." | Bild: Werner Müller