Das Thema Fairtrade ist in St. Georgen hochaktuell. Die Bergstadt wurde 2014 als erste Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis als Fairtrade-Town ausgezeichnet und damit für die Aktivitäten im fairen Handel gelobt. Im Schulnetzwerk engagiert sich eine Arbeitsgemeinschaft und will das Thema auch in den Klassenräumen weiter salonfähig machen.

Dazu werden in den Pausen faire Produkte verkauft: Schokolade, Obst, aber auch Schreibmaterial wie Stifte und Schulhefte. Wie finden solche Produkte jedoch ihren Weg in deutsche Geschäfte? Darüber berichtet am Donnerstag, 9. Juni, Dekan Helfried Heidler von Glory Halleluja Kaffee. Im Rahmen seines Vortrags im Café Bohnenheld erzählt er ab 14 Uhr von seiner Arbeit mit einem Dorf in Kamerun.

Als er 1993 dorthin reiste, fiel ihm auf, dass die Kleinbauern ungeschälten Rohkaffee als Heizmaterial benutzten. Der Grund: Durch die Wirtschaftskrise in Kamerun konnte der Kaffee nicht mehr abgesetzt werden. Heidler wollte das ändern und initiierte in Form von Glory Halleluja Kaffee eine Direktvermarktung des Kaffees der Kleinbauern aus den Rumpibergen im Dikome-Balue-Distrikt von Kamerun. Glory Halleluja Kaffee wird von dem Dikome-Kamerun-Verein betrieben und hat bisher mehr als 500 Tonnen Rohkaffee direkt importiert und vermarktet.