Der Ausbau des Breitbandnetzes für schnelles Internet läuft in St. Georgen „mehr als zufriedenstellend“. Das sagte Jochen Cabanis, Geschäftsführer des Breitband-Zweckverbandes, in der Gemeinderatssitzung. Er gab einen Überblick über die bereits umgesetzten Maßnahmen und schlug die umzusetzenden Maßnahmen für den zweiten Bauabschnitt 2019 vor.

  • Die neuen Gebiete: Eine Befragung der Anwohner in den beiden Wohngebieten Halde und Galetsch habe ergeben, dass jeweils 60 Prozent der Anlieger Interesse und Bereitschaft am Breitbandausbau gezeigt haben. Die magische Grenze, um die Maßnahme zu beginnen, liege bei 50 Prozent. Um dem Wunsch der Anwohner deshalb rasch zu entsprechen, sollten im kommenden Jahr deshalb beide Wohngebiete umgesetzt werden. Um Kosten zu sparen, schlug Cabanis dem Gemeinderat vor, beide Gebiete als eine Maßnahme auszuschreiben. So könnten Kosten in erheblichem Ausmaß, etwa für die Baustelleneinrichtung und die Ausschreibung, eingespart werden.
So sieht ein Bündel aus Glasfaserkabeln aus, wie es für schnelles Internet in Leerohren (im Hintergrund) verlegt wird.
So sieht ein Bündel aus Glasfaserkabeln aus, wie es für schnelles Internet in Leerohren (im Hintergrund) verlegt wird. | Bild: Jan Woitas
  • Kosten und Finanzierung: Der Gemeinderat hat bereits in einer früheren Sitzung beschlossen, die aufgelaufenen Haushaltsreste aus 2017 in Höhe von etwa zwei Millionen Euro für den Ausbau des Gebietes Halde zu verwenden. Durch die Zusammenfassung mit dem Gebiet Galetsch werden weitere 965 000 Euro an Kosten veranschlagt.
  • Was wird sonst noch gemacht: Neben den beiden Gebieten im Stadtkern soll 2019 auch der Bereich Hagenmoos, Schoren/B33 erschlossen werden. Hier gibt es noch Unwägbarkeiten mit der Deutschen Bahn zu klären, da für eine Erschließung der Anwesen jenseits der Bahnlinie die Bahngleise gequert werden müssen. Möglicherweise könne hier eine Mitverlegung der Rohre im Zuge einer Baumaßnahme der Bahn erfolgen.
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  • Was muss warten: Die Anwohner in Stockburg, Stockwald und Groppertal müssen weiter warten. „Wir wären gerne schon weiter“, bedauerte Jochen Cabanis. Der Bereich soll über Mönchweiler erschlossen werden. Grund für die Verzögerung sei eine Abwasserbaumaßnahme im Bereich Groppertal, die zuerst fertiggestellt werden müsse. Stadtbaumeister Alexander Tröndle schlug zudem vor, die Erschließung des neuen Wohngebietes Glashöfe auf das Jahr 2020 zu schieben. Der Gemeinderat stimmte der Verlegung zu.