Freunde, Weggefährten und ehemalige Rathausmitarbeiter bereiteten am Donnerstag dem Altbürgermeister und Ehrenbürger Günter Lauffer einen festlichen Vormittag. Anlässlich seines 90. Geburtstages hatte die Stadt zum Empfang geladen, den ehrende Reden und herzliche Wiedersehensszenen prägten. Den Schlusspunkt setzte der Jubilar selbst: "Begleiten Sie mich weiter mit Vertrauen und Herzlichkeit", sagte Lauffer. Und das in einer Stadt , die er in mehr als der Hälfte seines Lebens "lieb gewonnen habe".

Dem "lieben Günter" gratulierte Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel. Der einstige Bürgermeisterkollege aus Regionalverbandszeiten sprach über die Anfänge einer vertrauensvollen, auf gegenseitigem Respekt basierenden Zusammenarbeit, aus der eine Freundschaft wurde.

Liselotte Lauffer (links) im Gespräch mit Edeltraud und Erwin Teufel. Mit dabei ist Kurt Jauch (links). <em>Bild: Jens Wursthorn</em>
Liselotte Lauffer (links) im Gespräch mit Edeltraud und Erwin Teufel. Mit dabei ist Kurt Jauch (links). | Bild: Wursthorn, Jens

Teufel lobte den Mut, in finanziell einfacheren Jahren in St. Georgen in die Höhe zu bauen und meinte mit Bildungszentrum und Stadthalle zwei der vielen an diesem Vormittag genannten Bauprojekte in der Ära Lauffer. Er erwähnte aber auch die große Krise nach dem Dual-Konkurs. "Wie du diese Phase gemeistert hast, nötigte mir noch mehr Respekt ab", ergänzte der Weggefährte um danach Gesundheit, Freude in der Familie und gute Jahre mit Gottes Zutun zu wünschen.

Weggefährten, Freunde und ehemalige Kolleginnen und Kollegen im Rathaus nehmen am Empfang für den St. Georgener Ehrenbürger teil.
Weggefährten, Freunde und ehemalige Kolleginnen und Kollegen im Rathaus nehmen am Empfang für den St. Georgener Ehrenbürger teil. | Bild: Wetschera, Wiebke

Lauffer habe große Spuren hinterlassen, gratulierte Bürgermeister Michael Rieger dem Jubilar. Stets zielstrebig, zu 100 Prozent und verantwortungsbewusst habe er seine Amtszeit genutzt und dafür gesorgt, dass St. Georgen zu einer bedeutsamen Stadt im Landkreis wurde. Ganz offenbar habe es dem Bürgermeister Lauffer zwischen 1968 und 1992 Freude gemacht, Zukunft zu gestalten. Bis heute, so hob Rieger hervor, sei Günter Lauffer noch bei nahezu allen Infoveranstaltungen der Stadt anzutreffen.

Die Landtagsabgeordnete Martina Braun gratuliert mit großen Kreidebuchstaben.
Die Landtagsabgeordnete Martina Braun gratuliert mit großen Kreidebuchstaben. | Bild: Wetschera, Wiebke

"Von Günter Lauffer können wir Nachfolger viel lernen", sagte der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei und gratulierte auch im Namen der ebenfalls anwesenden Landtagsparlamentarier Martina Braun und Karl Rombach. Als großer Demokrat habe Lauffer auch im Rathaus den richterlichen Grundsatz beherzigt, der da heiße, beide Beteiligten zu hören. Auch die Fähigkeit, Niederlagen verkraften zu können, gehöre zur Lebensleistung des Jubilars, vor der er große Hochachtung empfinde, so Frei.

Bürgermeister Michael Rieger würdigt die große Leistung von Liselotte Lauffer an der Seite ihres Mannes Günter Lauffer mit einem Blumenstrauß.
Bürgermeister Michael Rieger würdigt die große Leistung von Liselotte Lauffer an der Seite ihres Mannes Günter Lauffer mit einem Blumenstrauß. | Bild: Wetschera, Wiebke

Landrat Sven Hinterseh erinnerte an kluge Entscheidungen in den frühen Jahren des Schwarzwald-Baar-Kreises, die Lauffer mitgetragen habe. Manche Themen wie etwa das Thema Abfall, hätten zwar zwischenzeitlich ihre Brisanz verloren. Andere, wie etwa das Soziale, hätten weiter hohe Priorität.

Doris Papst wünscht dem Altbürgermeister "Gottes reichen Segen".
Doris Papst wünscht dem Altbürgermeister "Gottes reichen Segen". | Bild: Wetschera Wiebke

Es sei nie sein Ziel gewesen, sich Denkmäler zu setzen, antwortete Lauffer auf die vielen genannten Entwicklungsmarken baulicher Hinsicht während seiner Amtszeit. Vieles sei einfach wichtig und notwendig geworden und sei gemeinsam mit einem Gemeinderat umgesetzt worden, der einfach mitzog. Wichtiger sei ihm gewesen, den "Ruf und den Wert der Stadt zu mehren". Damit hinge auch die Übernahme einer Vielzahl von Ehrenämtern zusammen: immer dann, wenn es um Ansehen und Entwicklung der Stadt gegangen sei.

Gruß aus der heimischen Wirtschaft: Robert (links) und Thorsten Rettich gratulieren.
Gruß aus der heimischen Wirtschaft: Robert (links) und Thorsten Rettich gratulieren. | Bild: Wetschera, Wiebke

Ein schönes Beispiel seiner ungebrochenen Impulsivität gab der Jubilar am Ende der Feierstunde. Überschwänglich bedankte sich der Musiker und Musikliebhaber Lauffer bei Petra Wolff, Gabriel Müller und Guillaume Artus. Das Ensemble der Musikschule hatte mit Musikvorträgen aus den Federn der Komponisten Beethoven, Mozart und Schubert für den musikalischen Rahmen gesorgt.

Alt-Landrat Karl Heim gratuliert mit einem wichtigen Gut.
Alt-Landrat Karl Heim gratuliert mit einem wichtigen Gut. | Bild: Wetschera, Wiebke