Die gesamte Bankenbranche steht seit Jahren unter Druck, viele Stellen werden derzeit eingespart. Viele Kunden wechseln zu Direktbanken, die ihr Geschäft ausschließlich im Internet abwickeln. Viele Prozesse, die früher händisch erledigt wurden, werden mittlerweile automatisch von Rechnern erledigt.

An der entsprechenden Software arbeitet unter anderem auch das Unternehmen „GFT Technologies“. So hat die GFT eine sogenannte „Blockchain-basierte Anwendung“ entwickelt. Dabei werden große Datensätze, beispielsweise aus Buchführungen oder dem Rechnungswesen, miteinander verknüpft und in Echtzeit gepflegt. So können mehrere Anwender dasselbe Programm pflegen, ohne dass es zu Verwirrungen oder Unstimmigkeiten kommt.

Angewendet wird die Blockchain-Technologie vor allem vor allem bei Banken, Versicherern und anderen Zahlungsdienstleistern. So hat die GFT für die „Royal Bank of Scotland“ eine entsprechende Anwendung entwickelt. Das Ziel dieser Programme ist es, Kosten, die vor allem durch viel Personal entstehen, einzusparen. Außerdem ist GFT derzeit in Italien am Aufbau eines sicheren und plattformübergreifenden Netzwerks auf europäischer Ebene beteiligt, das in den kommenden Wochen in Produktion gehen soll. Das Netzwerk basiert auf der sogenannten „Distributed Ledger-Technologie (DLT)“.

Bei DLT handelt es sich um eine spezielle Form der elektronischen Datenverarbeitung. Grundlage ist eine von jedem Nutzer dezentral pflegbare Datenbank. Im Gegensatz zu einer zentral verwalteten Datenbank bedarf es in diesem Netzwerk keiner zentralen Instanz, die neue Einträge in der Datenbank verwaltet. Sinnvoll ist diese Technologie vor allem für Banken. Bittet ein Unternehmen bei einer Bank um einen Kredit, kann mit Hilfe der DLT das Betrugsrisiko verringert werden, da alle Rechnungen in ein gemeinsames Kontenbuch eingebunden werden, das für alle Banken zugänglich ist. Auf Basis der DLT-Abfrage kann eine Bank dann entscheiden, ob sie einen Kredit vergibt oder nicht.