Die Sanatoriumstraße in Peterzell soll im Sommer saniert werden. Eine entsprechende Ausschreibung der Bauarbeiten hat der Gemeinderat nun in die Wege geleitet. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Sanierung schon im Juli beginnen.

  • Ortsvorsteher ist stolz: "Wir haben das Projekt schon vor über 15 Jahren angestoßen", sagte Klaus Lauble, Ortsvorsteher von Peterzell, im Gemeinderat. Besonders betonte er, dass er stolz auf die Anlieger sei, die nahezu komplett bei einer Informationsveranstaltung anwesend waren. "Es haben nur zwei gefehlt", sagte er. "Eine gelungene Veranstaltung" bilanzierte auch Rainer Christ vom Büro BIT-Ingenieure.
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  • Geschwindigkeit ein Thema: Viele der Anregungen der Anwohner sind deshalb auch in die Planung eingeflossen. Denn vor allem die Geschwindigkeitsüberschreitungen im unteren Bereich hatten diese angemahnt. Da die Sanatoriumstraße eine reine Erschließungsstraße sei, werden diese allerdings von den Anwohnern selbst verursacht, so heißt es in der Sitzungsvorlage des Gemeinderates. Ursächlich hierfür sei, so die Experten, vor allem die überdimensionale Einfahrtsituation aus der Buchenberger Straße. Weil der Radius zu groß sei, erreichen viele Autofahrer die 30 Stundenkilometer erst nach einer längeren Ausrollphase.
  • Straßenbau: Die Sanierung ist in zwei Teilabschnitte gegliedert. Bis auf Höhe des Gebäudes mit der Hausnummer 14 wird die Straße aufgrund von zahlreichen und flächendeckenden Schäden von Grund auf erneuert. Dieser Abschnitt ist rund 250 Meter lang. Auf dem weiteren Teil, rund 80 Meter lang, ist geplant, nur die Asphaltdeckschicht zu erneuern. "Die Fahrbahnbreite orientiert sich am Bestand", sagt Rainer Christ. Nur in wenigen Teilbereichen werde es Änderungen geben.
  • Weitere Arbeiten: Neben der Straße selbst werden auch die Kanäle und die Beleuchtung erneuert. Die Kanalisation ist teilweise marode. Auch die Wasserleitungen werden teilweise neu verlegt und vergrößert. Die Straßenbeleuchtung wird ebenfalls modernisiert. Eingesetzt werden dann LED-Leuchten, die optisch auch zu denen passen, die in St. Georgen bereits im Einsatz sind.
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  • Kostensituation: Die Kosten der genannten Arbeiten veranschlagt das Planungsbüro mit einer Summe zwischen rund einer Million Euro und knapp 1,3 Millionen Euro. Aufgeteilt in den Straßenbau mit etwa 580 000 Euro bis 726 000 Euro, die Kanalisation mit rund 306 000 Euro bis 383 000 Euro, die Straßenbeleuchtung mit 70 000 Euro bis 87 000 Euro und die Wasserversorgung mit 61 000 Euro bis 76 000 Euro. Die Zahlen ergeben sich aus den geschätzten Kosten und variieren um einen Betrag von 20 Prozent, der Baunebenkosten und Unvorhergesehenes abdecken soll.
  • Unklare Angebotssituation: Zum immer größeren Problem wird für die Stadt die Resonanz auf die getätigten Ausschreibungen. Dabei ergeben sich häufig entweder zu hohe Preise oder die Firmen geben erst gar keine Angebote ab. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist der Kühlbrunnenweg in St. Georgen, der für eine Sanierung in 2018 mit 840 000 Euro kalkuliert war und später fast das Doppelte kosten sollte, weshalb die Ausschreibung gestoppt wurde. Auch auf die geplante Sanierung der Spittelbergstraße hatte im Februar erst gar keine Baufirma ein Angebot abgegeben.