Als Greta Thunberg im August damit angefangen hat, für das Klima zu streiken, saß sie zunächst alleine vor dem Schwedischen Reichtstag in Stockholm. Der 16-jährigen Schwedin haben sich weltweit inzwischen Millionen junger Menschen angeschlossen. Jetzt soll es für die Bewegung auch Rückenwind aus St. Georgen geben.

Am 10. Mai wird es eine Klima-Demonstration in der Stadt geben, die gerade in der Planung ist. Anders als in den meisten Städten, sollen dann aber nicht nur Schüler auf die Straße gehen. Das erklärte Michaela Conzelmann, Lehrerin am Thomas-Strittmatter-Gymnasium, als Leiterin bei einem Treffen der Eine-Welt-AG im Café Bohnenheld. "Uns beschäftigt, wie es unserer Welt geht", so die Lehrerin. Hinter der Idee stehen auch die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town, das Fairtrade-Schulnetzwerk und Vertreter von Kirchen und Vereinen. "Greta Thunberg hat uns inspiriert, etwas zu tun", sagte Michaela Conzelmann.

Nicht in der Schulzeit

Deshalb seien an diesem Tag nicht nur Schüler dazu aufgerufen, an der Demonstration teilzunehmen. Die Aktion ist gut organisiert und soll entsprechend publik gemacht werden. Die Details zur Demonstration sind bislang noch nicht abschließend geklärt, auch die Uhrzeit nicht. Fest steht aber: Um dem Argument des Schulschwänzens entgegenzuwirken, peilt man einen Starttermin am Nachmittag an. "Wir wollen die Demo von der Schulzeit loslösen, weil die Diskussion darum von der eigentlichen Sache ablenkt", so Michaela Conzelmann. Zudem laufen an diesem Tag auch die letzten schriftlichen Abiturprüfungen.

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Bisher Protest in Doppelstadt

Die Schüler, die bei der Sitzung der Eine-Welt-AG am Donnerstag dabei waren, haben bereits Ideen gesammelt, wie sie ihr Anliegen vortragen wollen. Sie alle kannten das Vorbild Greta Thunberg, die mittlerweile zur Ikone der Jugendbewegung geworden. Noch ganz leise haben sie bei dem Treffen auch schon einige der mittlerweile bekannt gewordenen Sprüche bereits geübt: "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut." So wie er schon seit Monaten in größeren Städten zu hören ist. Außerdem haben sie sich Gedanken zur Route und zu möglichen Schildern gemacht. Es war ersichtlich, dass einige der Schüler bereits geübt waren. Viele waren in den vergangenen Wochen mehrfach zu den Demos in Villingen oder Schwenningen gefahren und haben sich den dortigen Protesten angeschlossen.

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