Brigach (spr) Ihre Pläne zur Erweiterung der Freien Schule in Brigach stellten Mitglieder der Schulleitung und des Vorstands des Vereins für selbstbestimmtes Lernen in der Sitzung des Ortschaftsrates vor. Schulleiter Andreas Knecht und Vorstandsmitglied Robert Springmann erläuterten die Gründe für die beabsichtige Erweiterung. "Seit 2017 verzeichnen wir einen regelrechten Boom an Anfragen, die unsere derzeitigen Kapazitäten übersteigen", schilderte Knecht die Situation.

Dabei betonte derSchulleiter, dass die Schule nicht viel mehr Schüler als bislang aufnehmen wolle. "Uns ist der familiäre Aspekt wichtig." Derzeit werden an der Freien Schule 27 Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse unterrichtet. Die langfristige Prognose zeige, dass die Schule bis ins Schuljahr 2023/24 sehr gute Schülerzahlen aufweisen werde, wie die bisherigen Anmelde- und Reservierungszahlen belegen.

Die Erweiterung des Schulgebäudes bezieht sich demnach weniger auf die Kapazitätserweiterung. Vielmehr entspricht das Schulhaus, in dem früher die Ortsverwaltung untergebracht war, nicht mehr den Anforderungen des modernen Schulbetriebs. So dürfe die Küche vom Gesundheitsamt aus aus hygienischen Gründen nicht benutzt werden, weil diese direkt an die WC-Anlagen angrenze. Die WC-Anlagen seien zudem sanierungsbedürftig, auch das Dach sei kaputt.

Zudem plant die Schule den Bau eines Treppenhauses, um die Räume im Schulhaus miteinander zu verbinden. Derzeit müssen Schüler und Lehrer außen um das Gebäude herumlaufen, um in die unterschiedlichen Klassenräume zu gelangen. Auch der Anbau eines Aufzugs ans Gebäude, um die Schulräume künftig barrierefrei zugänglich zu machen, ist geplant. Auch sollen ein Technikraum und ein zusätzlicher Raum für naturwissenschaftlichen Unterricht neu erstellt werden.

Die Ortschaftsräte nahmen die ausführliche Darstellung der Pläne zur Kenntnis. "Einen Beschluss können wir heute nicht fassen", erläuterte Ortsvorsteher Georg Wentz den Vertretern der Freien Schule.