Gitarre spielen und dazu die selbst getexteten Lieder singen, darin ist die 18-jährige Silke Vogt aus Peterzell schon bühnenreif. Eine Probe ihres Könnens legte sie zusammen mit sieben Gitarrenschülern von Stefan D. Weisser, der an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen (JMS) das Fach Gitarre lehrt, im Ökumenischen Zentrum in St. Georgen ab. Und nicht nur sie erntet viel Beifall. Der ist den Schülern – auch denen im fortgeschrittenen Alter – durchaus wichtig, weiß Weisser.

„Musikschüler brauchen Erfolgserlebnisse, deshalb ist es sehr schön, dass wir hier in diesem Gebäude konzertieren dürfen.“ Vor ihm hatten schon weitere Dozenten ihre besten Schüler dort vorstellen dürfen. Und die Liste der Preise und Auszeichnungen seiner Schülerinnen und Schüler ist lang, vermerkt ihr Lehrer.

Dass man mit zwölf Jahren schon sehr genau das Instrument beherrscht, beweisen Melanie Marie Lehmann und Leandre Mayer. Ihr Lehrer begleitete nicht nur sie liebevoll, sondern auch Silke Vogt, die sich wegen einer Handverletzung nicht selbst begleiten konnte. Im Ensemble mit Andreas Kuntke, Daniel Volk und Michael Rück präsentiert Weisser auch zwei seiner erwachsenen Schüler. „Es dürfen ruhig noch mehr werden“, versichert ihr Lehrer, dem die Freude an der Musik anzusehen und anzuhören ist.

Der junge Endre Scherer zeigt als Solist perfektes Spiel. Er hat ungarische Wurzeln, ist also nahe dran an südlichen Gefilden, in der die Gitarre zu Hause ist. Und Melodien aus Spanien, Südamerika, vor allem Argentinien, sind in Bearbeitungen als ernstzunehmende Unterhaltungsmusik ein wichtiger Bestandteil neben der Klassik in der Gitarrenmusik. Dass Weisser sein Metier beherrscht, zeigt er erneut in der Zugabe mit einer Improvisation über die „Spanische Romanze“.

Gespielt wird auf klassischen Instrumenten ohne Verstärker. Aber doch über Mikrofone, womit die Gitarrenklänge im sonst gedämpften Ökumenischen Zentrum besser zum Tragen kommen.

Silke Vogt allerdings hätte des Mikrofons nicht bedurft. Ihr voller Sopran dringt auch ohne Unterstützung zu den Hörern durch. Mit Hallelujah von Leonard Cohen, der Eigenkomposition Have fun, dem steirischen Amoi seg ma uns wieder von Andreas Gabalier und Whats Up von 4 Non Blondes begeistert sie das Publikum. Eltern und Geschwister der Musiker sorgen für einen schönen Abschluss mit Sekt und Häppchen.


Zur Person

Silke Vogt,

1997 in Villingen geboren, lebt in Peterzell. Seit dem Grundschulalter liebt sie die Gitarre und nimmt seit fünf Jahren an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen in den Fächern Gitarre und Gesang Unterricht. 2013 nahm sie das erste Mal an einem Wettbewerb teil und erreichte den ersten Platz. Weitere Preise und Auszeichnungen sowie eine ganze Reihe von Konzerten folgten, in denen sie auch eigene Songs vorstellte. Seit 2015 nimmt sie zusätzlich Klavierunterricht, um ihre Konzerte vielfältiger gestalten zu können. Ob die Musik nach dem Abitur ihre Berufsgrundlage bilden wird, lässt Silke Vogt vorerst offen.

Stefan D. Weisser,

1972 in Stuttgart geboren, lebt in Schwenningen. Er studierte klassische Gitarre und Musikpädagogik, gibt als Solist und in kammermusikalischer Besetzung Konzerte im In- und Ausland und spielte mehrere CDs und Aufnahmen aus Rundfunk und Fernsehen ein. Neben seiner Konzerttätigkeit lehrt er an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen und an der Musikakademie Villingen-Schwenningen. (boe)