Die Stadt kümmert sich um ihre Feuerwehr. Im Haushalt 2018 stehen 400 000 Euro für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs, vermutlich 2020 steht der Ersatz der Drehleiter an. Kostenpunkt beider Beschaffungen: rund 1,1, Millionen Euro. Weil das 31 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF16/12 erhebliche Mängel erweist und nicht mehr den Anforderungen entspricht, soll es durch ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuges HLF 20 ersetzt werden. Die Ausschreibung soll am 13. Dezember vom Gemeinderat auf den Weg gebracht werden. Zudem enthält der Haushalt 81200 Euro für Beschaffungen. Wesentlicher Faktor ist hier der Umstieg auf den digitalen Funkverkehr.

Die 1998 in Dienst gestellte Drehleiter habe zum Anschaffungszeitpunkt ihre Nutzungsdauer überschritten, sagte Kämmerer Stephan Fix. Altersbedingt weise das Fahrzeug einen erhöhten Reparaturbedarf aus, ergänzte Gesamtkommandant Christoph Kleiner. Bei der Ausschreibung hoffen beide auf einen Preisnachlass über eine Sammelbestellung, denn offenbar stehen mehrere Kreiskommunen vor der Anschaffung einer neuen Drehleiter.

"Die Feuerwehr St. Georgen ist immer auf einem guten Stand", betont Kleiner. Da gelte sowohl für den Anspruch einer Stützpunktwehr mit Kozuständigkeit für Königsfeld als auch für die Ausstattung der Ortsteilwehren. Modernisierung, Ersatz, Ertüchtigung seien mittlerweise kontinuierliche Prozesse. "Ein Ende gibt es nicht", so Kleiner. So möge man ein paar Jahre Ruhe erwarten, doch die nächste Anschaffung guten Stand. "Aber man weiß ja nie." Schon in ein paar Jahren könnte es passieren, dass das nächste Fahrzeug ansteht. Vermutlich wird der Bedarf, Stichwort Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) in Peterzell anstehen.

Auch dann würde es Landeszuschüsse geben. Wie für das HLF 20, für das bereits 90 000 Euro Zuschuss vorliegen, und 245 000 Euro, die für die Drehleiter erwartet werden. Kummer macht dem Kämmerer die Stückelung dieser Förderung. Sie kommt über Jahre in kleinen Chargen. Beispiel Mittleres Löschfahrzeug (MLF) Langenschiltach: Für das 2015 angeschaffte Fahrzeug wurden 2014 bis 2018 fünfmal Geld in einer Gesamtsumme von 47 500 Euro überwiesen. In einer Niedrigzinsphase sei die Finanzierung kein allzu großes Problem, so der Kämmerer. Lästiger sei, dass man über Jahre die Abwicklung verschiedener Anschaffungen parallel im Auge haben müsse.

Hinzu kommen Anschaffungen, die von oben durchgepaust werden. Schon vor zehn Jahren wurden von Bund und Land beschlossen, Polizei und Feuerwehr, kurzum alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in ein Digifunktnetz einzubinden. 2016 wurde die neue Integrierte Leistelle des Landkreises fertig gestellt. Seither tickt die Uhr. Drei Jahre haben die Kommunen Zeit, sich digital auszustatten. Für die Abteilungen Stadt, Langenschiltach, Oberkirnach und Peterzell/Stockburg werden 2018 15 Digitalfunkgeräte angeschafft. Inklusive Umrüstungskosten berappt die Stadt hierfür 56 000 Euro.

Die 135 Feuerwehrleute haben in diesem Jahr schon 137 Einsätze bewältigt – rund ein Drittel mehr als im ganzen Jahr 2016. Nicht nur deshalb ergänzt und erweitert die Feuerwehr ihre Ausrüstung. Zwei Atemschutzgeräte erfüllen nicht mehr die Leistungsnorm und müssen ersetzt werden (3200 Euro), ein Nebellöschsystem optimiert die Brandbekämpfung (3000 Euro) und wenn die Spezialisten ein Messerset wechseln, geht das in Qualität und Geld. Das Wechselmesserset für die Hydraulikschere steht mit 2000 Euro im Plan.

Digitalfunk

Für die Feuerwehren ermöglicht der Digitalfunk eine effizentere Führungsorganisation. War früher die Zahl der agierenden Kanäle beschränkt, könnne heute ungegrenzt viele Gruppen Informationen austauschen: ungestört auf Landkreis- oder Lokalebene. Handelnde Personen können über die eigene Identifikationsnummer direkt in Kontakt treten. Der Digitalfunk bringt Nutzern eine bessere Sprachqualität und schafft die Probleme ab, die bisher in Gegenden ohne Funkversorgung anstanden. Digi-Funknetzaufbau und -betrieb leistet das Land, die Endgeräte beschaffen die Kommunen. (wur=