Zum letzten Mal und nur für ein Jahr ließ sich Rainer Hummel bei der Hauptversammlung als Vorsitzender des Fördervereins der Robert-Gerwig-Schule wählen. „Es wird Zeit, dass junge Eltern vorangehen“, sagte er nach seiner Wahl. Seit acht Jahren hat Hummel den Vorsitz des Fördervereins inne, obwohl seine Kinder die Schule längst verlassen haben.

82 Mitglieder bei 400 Schülern

Mit 82 Mitgliedern bei 400 Schülern könnte der Förderverein, dessen Aufgabe darin besteht, Gelder für Projekte zu akquirieren, die nicht über den Schuletat finanziert werden, deutlich mehr Mitglieder vertragen, sagte Schulleiter Jörg Westermann – auch angesichts des Kassenberichts von Horst Wöhrle, der in der Jahresbilanz ein leichtes Minus aufwies.

Keine Hilfe ohne eigenen Einsatz

Abgelehnt hat der Förderverein in diesem Jahr mehrere Anträge auf finanzielle Unterstützung von Schülern für die Teilnahme an Klassenabschlussfahrten. Als Grund sagte Jörg Westermann, dass diese Schüler keinerlei Eigeninitiative gezeigt hätten: „Es ist bekannt, dass man für die Schule arbeiten und Geld verdienen kann, etwa durch das Bewirten beim Reparaturcafé.“ Einige Schüler hätten hier aber lediglich erst wenige Tage vor der anstehenden Reise Geld vom Förderverein gefordert. Diese Unterstützung habe man dann abgelehnt.

Zwei Veranstaltungen fallen aus

Im vergangenen Jahr hat der Förderverein der Gerwigschule „keine größeren Aktivitäten gehabt“, wie Rainer Hummel in seinem Bericht sagte. Durch die Bewirtung beim Reparaturcafé und durch Einnahmen aus der Tombola beim Schulfest wurden die wesentlichen Einnahmen generiert. Durch einen „nicht unerheblichen Beitrag aus der PE-Stiftung“ konnten zudem Lehrerfortbildungen finanziell unterstützt werden. Die Veranstaltungen Nachtrodeln und Open-Air-Kino mussten jeweils wetterbedingt abgesagt werden: „Für das eine war es zu warm, für das andere zu kalt.“

Auf Initiative des Elternbeirates und mit Unterstützung durch Spender aus dem heimischen Handel, Gewerbe und Industrie konnten drei neue Spielgeräte beschafft werden, die auf dem Schulhof installiert wurden. Es fehle noch die Tüv-Abnahme, dann können die Bewegungs-Spielgeräte vermutlich noch vor den Sommerferien mit einem kleinen Fest eingeweiht werden.