Ja is' denn scho' Weihnachten? Nein, die Frage stellt sich nicht nur wegen des Temperatursturzes der letzten Tage von 30 auf gefühlt drei Grad. Viel mehr lässt die Stadtverwaltung schon erste weihnachtliche Stimmung durch "Sankt Georgen Aktuell" wehen. Knapp vier Monate vor Heiligabend hat es bereits die Wunschbaum-Aktion ins Amtsblatt geschafft.

Damit hat die Stadt sogar die Lebkuchen-Zeitschranke unterboten, also den Zeitpunkt, wenn der erste Lebkuchen, Spekulatius, Schoko-Nikoläuse und Co. in den Supermarkt-Regalen stehen. Nur, da muss man unterscheiden. Weihnachts-Süßzeug im September ist eine durchtriebene Attacke auf Geldbeutel und vor allem Ernährungsvorsätze. Jetzt schon an die Baumaktion zu erinnern, mag zwar ebenso ungewöhnlich sein, daraus kann man aber eine schönere Botschaft lesen: Man muss nicht immer bis zur Adventszeit warten, um Gutes zu tun.

Beim Wunschbaum werden St. Georgenern Wünsche erfüllt, die sich diese sonst nicht leisten können. Dafür können diese – allerdings erst ab 9. November – unter bei Diakonie, Caritas und der Wirkstatt eine Wunschkarte abholen. Mit einem Wunsch ausgefüllt, der nicht mehr als 30 Euro kostet und auch kein Gutschein ist, kann derjenige den Schein am Rathausempfang abgeben. Dort werden die Wünsche am Weihnachtsbaum aufgehängt. Dann kann jeder St. Georgener bis 1. Dezember eine solche Karten vom Wunschbaum im Rathaus abhängen, den Wunsch erfüllen und das Geschenk im Rathaus abgeben.

Das alles ist aber noch eine Weile hin, so weihnachtlich ist es dann eben doch noch nicht. Schon jetzt kann man aber Geld spenden, mit dem die Mitarbeiter der Wirkstatt später Geschenke für diejenigen einkaufen werden, deren Wünsche niemand vom Baum mitgenommen hat. Möglich ist das unter der IBAN DE28 6945 0065 0009 0044 09 bei der Sparkasse Schwarwald-Baar oder unter der IBAN DE77 6949 0000 0030 0005 01 bei der Volksbank, jeweils unter dem Verwendungszweck "Wunschbaum".

Mit einer Spende kann man jetzt in eine ganz ungewohnte Situation kommen: Für die ersten Weihnachtsgeschenke bereits im September gesorgt zu haben, ist nun wirklich etwas besonderes.

dominik.dose@suedkurier.de