Ein zehn Meter langes und 1,8 Tonnen schweres Ersatzteil wurde im Lastwagen angeliefert und mittels Kranwagen an die gewünschte Stelle gehievt: In der Kläranlage wurde am Mittwoch dieser Woche die erste der drei Schneckenpumpen ersetzt. Das Bauteil war seit Inbetriebnahme der Kläranlage 1978 in Betrieb und sei inzwischen durch den jahrzehntelangen Kontakt mit Sand, Geröll und Steinen einfach verschlissen, sagte Donald Richter. Mit zwei weiteren Mitarbeitern hält der Betriebsleiter die Kläranlage am Laufen. In den folgenden Jahren sollen die beiden anderen Schneckenpumpen ersetzt werden. Dazu müssen Haushaltsposten gebildet werden. Im Etat 2016 sind für die neue Schneckenpumpe 27.000 Euro vorgesehen.

Das Schneckenhebewerk steht am Beginn des Abwasserreinigung. Hier wird mit zusammen 300 Liter/Sekunde Leistung das aus Richtung Stadt kommende Wasser vier Meter über den Wasserspiegel gefördert. Von dort durchläuft das Wasser in freiem Gefälle alle Reinigungsstufen bis zur Einmündung in die Brigach. Dem "Hebewerk, nicht Pumpwerk", wie Richter betont, ist der Geröllfang vorgeschaltet, in dem sich Steine absetzen. "Sonst wäre in den Schnecken der Verschleiß noch höher", so der Betriebsleiter. Zwischen einige Stunden und drei Tagen braucht das zugeleitete Wasser, um die Anlage zu durchlaufen: je nach Fließmenge. Diese schwankt zwischen 3000 und 22000 Kubikmeter pro Tag, die Volumenkapazität der Kläranlage beträgt 7500 Kubikmeter.

Die Ersatzschnecke habe, da baugleich mit dem lädierten Vorgängermodell, genau gepasst und sei in kurzer Zeit eingebaut gewesen. Die alte Schnecke liegt derzeit noch auf dem Gelände und wird verschrottet. Eine weitere kleinere Baumaßnahme wird derzeit in Eigenregie erledigt. Im Bereich des Rückhaltebeckens wird eine Rohrleitung umgelegt.