Mit einer feierlichen Zeremonie ist am Samstag das Wohnquartier Lorenzhöhe in der Johann-Sebastian-Bach-Straße offiziell eingeweiht worden. Die Redner betonten, dass das Wohnprojekt am Standort des ehemaligen Alten- und Pflegeheim Lorenzhaus auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und der Verpflichtung, den diakonischen Gedanken auf dem Grundstück weiterzuführen, entstanden sei.

Fast alle Wohnungen sind schon vergriffen

Matthias Günter, Geschäftsführer der FWD Hausbau aus Dossenheim, die das mehr als zwölf Millionen Euro teure Projekt realisierte, sieht das besondere Wohnkonzept als "Chance, im Alter neue Freundschaften zu entwickeln." Die drei zum Wohnquartier zusammengefassten Häuser mit insgesamt 56 Wohnungen sind Bewohnern mit einem Mindestlebensalter von 50 beziehungsweise 60 Jahren oder einer Schwerbehinderung vorbehalten. So soll ein harmonisches Gefüge entstehen, in der sich die Bewohner, ob Eigentümer oder Mieter, gegenseitig unterstützen. Das Konzept findet großen Zuspruch. Die meisten Wohnungen sind bereits vergeben oder reserviert, nur wenige Wohnungen seien noch verfügbar. Günter zeigt sich zuversichtlich, dass bis im Frühjahr 2019 alle Wohnungen belegt sein werden.

Symbolisch für die Bewohner der Lorenzhöhe überreicht FWD-Geschäftsführer Matthias Günter einen zum Schlüssel geformten Zopf an die Bewohnerinnen Heide Belle (links) und Luise Lachert (Zweite von links). Elisabeth Haas von der evangelischen Altenhilfe, Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Scherer, Altenhilfe-Geschäftsführer Markus Schrieder und Klaus Gunkel freuen sich mit.
Symbolisch für die Bewohner der Lorenzhöhe überreicht FWD-Geschäftsführer Matthias Günter einen zum Schlüssel geformten Zopf an die Bewohnerinnen Heide Belle (links) und Luise Lachert (Zweite von links). Elisabeth Haas von der evangelischen Altenhilfe, Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Scherer, Altenhilfe-Geschäftsführer Markus Schrieder und Klaus Gunkel freuen sich mit. | Bild: Sprich, Roland

Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Scherer dankte der FWD Hausbau, die für die Stadt St. Georgen ein wichtiger Partner in Sachen Wohnungsbau geworden sei. "Komfortables Wohnen für ältere Menschen zu schaffen – Das war 2016 das Konzept, das wir hatten, als wir das Gelände, auf dem das alte Lorenzhaus stand, der evangelischen Altenhilfe überlassen haben." Zudem bedankte sich Scherer bei der St. Georgener Altenhilfe, die Alleingesellschafterin der evangelischen Altenhilfe als gemeinnützige Gesellschaft ist, die wiederum die stationären Einrichtungen Lorenzhaus und Elisabethhaus betreibt.

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Klaus Gunkel, der Vorsitzende der St. Georgener Altenhilfe, konnte kaum fassen, dass rund zwei Jahre nach dem Spatenstich das Wohnquartier nahezu fertiggestellt ist. "Es sieht so selbstverständlich aus, als ob es schon lange hier steht." In den vergangenen zwei Jahren hätten sehr viele Menschen, Bauarbeiter, Handwerker, Firmen, Banken und Behörden dazu beigetragen, dass hier ein bemerkenswertes Schmuckstück entstanden sei, auf das die Bürger von St. Georgen stolz sein könnten. Gunkel erinnerte an die ideologisch nachhaltige Bedeutung des Grundstücks. Seit 1970 haben auf Initiative des damaligen Pfarrers Dieter Paul hier in der Johann-Sebastian-Bach-Straße ältere Menschen ein Zuhause gefunden. Es erfülle ihn mit Stolz, dass der diakonische Grundgedanke, an dieser Stelle wieder ein Konzept für Seniorenwohnen, betreutes Wohnen und das Angebot, Urlaub für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige zu schaffen, beibehalten wurde.

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In Ehrfurcht vor allen Mitarbeitern und jenen Bewohnern, die in dem an dieser Stelle errichteten Alten- und Pflegeheim gelebt haben und gestorben sind, könne man mit dem Tag der Einweihung des Wohnquartiers Lorenzhöhe nun endgültig Abschied vom alten Lorenzhaus nehmen.

Der Trachtenmusikverein Langenschiltach gestaltet die feierliche Einweihung des Wohnquartiers in der Johann-Sebastian-Bach-Straße mit Musik.
Der Trachtenmusikverein Langenschiltach gestaltet die feierliche Einweihung des Wohnquartiers in der Johann-Sebastian-Bach-Straße mit Musik. | Bild: Roland Sprich

Musikalisch wurde die Feier vom Trachtenmusikverein Langenschiltach gestaltet. Nach einem gemeinsamen Mittagessen für die Gäste standen die noch freien Miet- und Kaufwohnungen am Nachmittag zur Besichtigung offen.

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