Der Betreiber des Wasserkraftwerkes entdeckte am Sonntag die toten Fische und ging von einer Gewässerverunreinigung aus. Er informierte Feuerwehr, Polizei und Lachner. Nachdem die Polizei Gewässerproben zur Laboruntersuchung genommen hat, machte sich Lachner noch am Sonntagnachmittag auf, um den aktuellen Fischbestand zu eruieren.

Das Ergebnis ist für Lachner, der auch Gewässerwart des Vereins ist, niederschmetternd: „Ich habe den Fischbestand oberhalb der Kläranlage bis auf Höhe Industriestraße abgesucht. Da ist praktisch kein Fischbestand mehr nachweisbar.“


Alarmsignal

Zudem habe er einen verendeten Aal in dem Gewässer entdeckt. „Und da schrillen alle Alarmglocken, weil Aale sonst sehr widerstandsfähig sind.“ Für den Angler bedeutet dies, dass hier seit längerem unbemerkt ein Fischsterben im Gange ist, das irgendwo bei der Industriestraße beginnt. Dass keine toten Fische zu entdecken sind, verwundert Lachner nicht. „Die werden von Reihern und Krähen gefressen.“ Die gefundenen toten Fische wecken schlimme Erinnerungen an das Jahr 2013.



Damals wurde durch eine Substanz, die offenbar durch ein Unternehmen in die Brigach gelangte, ein biologischer Prozess in der Peterzeller Kläranlage gehemmt, wodurch zu viel Nitrit in die Brigach gelangte und so das Leben in der Brigach unterhalb der Kläranlage auslöschte. Da der Fischbestand bereits bei St. Georgen dezimiert ist, kann Lachner die Kläranlage als Verursacher „mit großer Sicherheit“ ausschließen. Lachner schätzt den wirtschaftlichen Schaden, so sich das befürchtete Ausmaß bestätigt, „auf rund 20 000 Euro. Das könnte den Verein in den Ruin treiben.“

In Abstimmung mit dem Landesfischereiverband will Klaus Lachner noch eine punktuelle Elektrobefischung machen. Auch will er untersuchen, ab welchem Bereich Kleinlebewesen in einem Gewässer fehlen.