Die Nachricht über die Erneuerung der Sanatoriumstraße löste in der Ortschaftsratssitzung beim Peterzeller Ortsvorsteher Klaus Lauble gleich doppelten Grund zur Freude aus: „Einerseits, weil überhaupt jemand gefunden wurde, der die Straße endlich saniert. Und weil die Kosten niedriger sind als in der Berechnung.“

Vier Angebote im Spiel

Insgesamt wurden vier Gebote abgegeben, den Zuschlag als günstigste Bieterin erhielt die Firma Willi Meyer Bau GmbH zum Angebotspreis von brutto 913 000 Euro. Angesichts der großen Preisunterschiede – das teuerste Gebot lag fast 79 Prozent über dem günstigsten – hegten einige Ratsmitglieder zunächst Zweifel, ob hier nicht später mit bösen Überraschungen durch zusätzliche Kosten zu rechnen sei, was die gesamte Maßnahme dann teurer machen würde. Zudem wurde bemängelt, dass offensichtlich aus Gründen des Datenschutzes die unterlegenen Bieter nicht mehr namentlich aufgeführt wurden. Somit könne man nicht nachvollziehen, ob eventuell ein anderer, eventuell regionaler Anbieter nicht doch am Ende das günstigere, wenngleich nicht das preiswerteste Angebot abgegeben hätte. Letztlich stimmte das Gremium dem Angebot dennoch einstimmig zu.

250 Meter ganz neu

Die Sanatoriumstraße wird demnach zwischen der Buchenberger Straße und dem nördlichen Erschließungsende zu den angerenzenden Waldwegen auf einer Länge von 250 Metern im Vollausbau erneuert. Hierzu zählt auch die Erneuerung der Mischwasserkanalisation samt Hausanschlüssen. Zudem wird die Straßenbeleuchtung erneuert. Im oberen Teil, im Bereich des Bebauungsplans Bergstadtblick, soll im Zuge der Sanierung die noch fehlende Deckschicht aufgebracht werden.

„Anwohner schütten schon selbst Beton rein“

Ortschaftsrat Peter Fichter fragte nach der Möglichkeit, bis zum Baubeginn der Sanierung die gröbsten Löcher in der Sanatoriumstraße noch einmal zu flicken: „Die Anwohner schütten da ja schon selbst Beton rein.“ Insbesondere für Fahrradfahrer berge die löchrige Straße ein hohes Gefahrenpotenzial. Wie der Ortsvorsteher bekannt gab, wurde der Weg von der Mehrzweckhalle zum Kindergarten jetzt fertiggestellt. Auch die Anpassung des Fluchtweges über die Terrasse sei fast fertiggestellt.