Er ist die Stimme der Bergstadtgeschichten. Profisprecher Rainer Böhm hat die Texte in den Filmen der erfolgreichen Multimediashow von SÜDKURIER und Produzent Rainer Jörger gesprochen. Jetzt hat die Stimme aus dem Off zum ersten Mal die Stadt besucht, über die sie sechs Jahre lang spannende Geschichten erzählt hat.

„Unter den Dächern einer Stadt verbirgt sich vieles. Nur wer genau hinschaut, wird es entdecken“ – mit diesem markanten Satz begann die einleitende Filmsequenz jeder der sechs Bergstadtgeschichten. Die Besucher der Shows haben diesen Satz und diese Stimme lieb gewonnen. „Es gab nach jeder Show viele Besucher, die mich gefragt haben, wem diese sympathische Stimme gehört“, sagt Rainer Jörger.

Der Produzent hat seinen Namensvetter jetzt nach St. Georgen eingeladen. Anlass waren neue Dreharbeiten für die Bergstadtgeschichten. Dieses Mal stand der Sprecher selbst vor der Kamera. im Auftrag der Stadt produziert Rainer Jörger derzeit eine Doppel-DVD mit sämtlichen Bergstadtgeschichtenfilmen. Als Bonusmaterial gibt’s eine Geschichte mit dem Mann, dessen Stimme viele, dessen Gesicht in St. Georgen aber bislang niemand kennt.

Das Interview mit Rainer Böhm und Bürgermeister Michael Rieger ist als Bonusmaterial auf der Doppel-DVD zu sehen, auf der Kamermann und Produzent Rainer Jörger sämtliche Filmbeiträge aus sechs Jahren Bergstadtgeschichten packt. Bild: Roland Sprich
Das Interview mit Rainer Böhm und Bürgermeister Michael Rieger ist als Bonusmaterial auf der Doppel-DVD zu sehen, auf der Kamermann und Produzent Rainer Jörger sämtliche Filmbeiträge aus sechs Jahren Bergstadtgeschichten packt. Bild: Roland Sprich

Die Spannung vor dem Treffen ist groß. Beide Rainers sind sich trotz der jahrelangen Zusammenarbeit bislang nie persönlich begegnet. Für Böhm kommt hinzu, dass er St. Georgen bislang nur von den Texten kannte, die er vorgelegt bekam und in seinem Studio bei Kassel eingesprochen hat.

Vor der Kamera erzählt er im Gespräch mit Bürgermeister Michael Rieger, von der Arbeit an den Bergstadtgeschichten. Die Texte waren von Autoren recherchiert und geschrieben, Böhm hat sie praktisch blind eingesprochen. „Ich hatte die Filme zu den Beiträgen nie gesehen.“ Jetzt sitzt er mit Bürgermeister Rieger bei einem herzhaften Schwarzwälder Vesper in der Bauernstube des Heimatmuseums Schwarzes Tor und gibt freimütig zu: „So habe ich mir St. Georgen nicht vorgestellt.“ Wegen der guten Manuskripte sei es ihm leicht gefallen, sich ein eigenes Bild von den Menschen und deren Geschichten zu machen, die in sechs Jahren Bergstadtgeschichten vorgestellt wurden. Und das waren viele. Etwa 70 Filme hat Rainer Jörger für die Bergstadtgeschichten produziert.

An einige Filme konnte sich Rainer Böhm noch genau erinnern. „Die Geschichte mit dem Ziehharmonikaspieler war sehr gut. Und auch die Geschichte über die Schweine hat mir sehr gefallen“, erzählt er im Interview mit Michael Rieger.

Die Geschichte mit den Schweinen der <sup></sup>Familie Burwig ist einer der Beiträge, die dem Sprecher der Filmtexte im Gedächtnis geblieben sind.
Die Geschichte mit den Schweinen der Familie Burwig ist einer der Beiträge, die dem Sprecher der Filmtexte im Gedächtnis geblieben sind.

Der Bürgermeister wiederum gesteht, dass die Stadt damals mit dem Konzept Bergstadtgeschichten die Katze im Sack gekauft habe. „Wir wussten nicht, wie es bei den St. Georgenern ankommt.“ Sechs Jahre später ist klar, dass die Bergstadtgeschichten ein großer Erfolg waren.

Gemeinsam mit Rainer Jörger besuchte Böhm auch einige der Schauplätze, die Böhm nur von den Texten der Bergstadgeschichten kannte. So waren unter anderem bei Ziehharmonikaspieler Oskar Epting und im Phonomuseum.

Die DVD

Die Doppel-DVD mit allen Filmbeiträgen aus sechs Jahren Bergstadtgeschichten wird es in einer limitierten Auflage von 1000 Stück geben. Sie soll ab Mitte November in verschiedenen Verkaufsstellen in St. Georgen zum Selbstkostenpreis erhältlich sein.