Die Einschulung ist einer dieser Tage im Leben, die immer in Erinnerung bleiben werden. Diesen Meilenstein erlebten gestern viele Kinder in der Bergstadt. Sie wurden von Zweit- Dritt- und Viertklässlern, sowie ihren zukünftigen Lehrern, in den Grundschulen begrüßt. Stolze Eltern begleiteten ihre Schützlinge auf diesem Weg. Um den Start ins Schulleben zu erleichtern und die Erstklässler gebührend zu empfangen, haben sich die Lehrer und Schüler für den Start ins Schulleben etwas besonderes überlegt.

  • Rupertsbergschule: Mit einem Theaterstück wurden 42 Erstklässler an der Rupertsbergschule empfangen. In der prall gefüllten Aula der Schule hielt Rektor Jörg Westermann eine Empfangsrede. Danach staunten die Kinder, samt Eltern, Verwandten und Freunden nicht schlecht über die tiefgründige Geschichte, die die zweiten Klassen auf der Bühne aufführten. Mit tatkräftiger Unterstützung von Lehrerin Katja Bieg wurde das Stück „Nils lernt lesen“ gezeigt, in dem Nils, der anstatt in die Schule zu gehen, lieber Waldspaziergänge unternimmt, von den Waldbewohnern das Lesen beigebracht bekommt. Im Anschluss wurden die Kinder von den Lehrerinnen der ersten Klassen, Juliane Schartel und Heike Groß, in die Klassenzimmer geführt, wo sich die Kinder in rund 20 Minuten kennenlernen konnten. Währenddessen genossen die Eltern und andere Begleiter Kaffee und Kuchen, die von dem Förderverein der Schule gesponsert wurden.
  • Robert-Gerwig-Schule: Auch bei der Robert-Gerwig-Schule stand ein Programm der zweiten Klassen auf dem Programm, um die Einschulungs-Kinder zu begrüßen. Neben zahlreichen Liedern wurde auch ein Frosch-Theaterstück auf Englisch in der Unterkirche präsentiert. Danach machten sich die Erstklässler ohne ihre Eltern, aber gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen, Melanie Krapp und Lara Reinhardt, auf den Weg in den Unterricht. In rund 45 Minuten konnten die Kinder sich und ihre Lehrer kennenlernen.
Nach der Einschulungsfeier machen sich die Erstklässler mit ihren Klassenlehrerinnen auf den Weg in den Unterricht.
Nach der Einschulungsfeier machen sich die Erstklässler mit ihren Klassenlehrerinnen auf den Weg in den Unterricht. | Bild: Küster, Sebastian
  • Grundschule Peterzell: Die Kinder starteten mit einem Gottesdienst in ihren ersten Schultag. Pfarrer Roland Scharfenberg berichtete von einer Entdeckung aus seinem Urlaub in Genua. Dort sah er eine Straße, die voller farbiger Regenschirme war. Er nutzte die prägende Erinnerung als Metapher, dass Gott, ähnlich wie ein Regenschirm, über uns wacht und vor allem Bösen schützt. Darüber hinaus durften die Erstklässler, die alle in der ersten Reihe Platz nahmen, in eine Schultüte greifen, die vollgepackt war mit unterschiedlichen Gegenständen. Zu jedem Gegenstand wurde eine Geschichte erzählt. So stand eine Lupe etwa dafür, dass die Kinder im Unterricht forschen und lernen werden. Ein Heft galt als Metapher, sich Dinge zu notieren, um sie nicht zu vergessen. Ein Ball sollte verdeutlichen, dass Kinder im Sportunterricht mehr über ihre Fitness und den Körper lernen und ein Freundschaftsband zeigte, dass, obwohl sich die Kinder bereits aus dem Kindergarten kennen, sie in der Schule neue Freunde finden werden. Während des Gottesdienstes wurden viele Kirchenlieder angestimmt, die die Kinder, samt Eltern und Verwandten, mit Freuden mitsangen.
In der Petruskirche in Peterzell bekommen die elf Erstklässler Gottes Segen. Pfarrer Roland Scharfenberg stimmt mit seinem Gottesdienst, bei dem die Kinder und ihre Verwandten viel singen durften, auf die künftigen Aufgaben und Herausforderungen ein.
In der Petruskirche in Peterzell bekommen die elf Erstklässler Gottes Segen. Pfarrer Roland Scharfenberg stimmt mit seinem Gottesdienst, bei dem die Kinder und ihre Verwandten viel singen durften, auf die künftigen Aufgaben und Herausforderungen ein. | Bild: Küster, Sebastian
  • Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum: Nur eine Schülerin wird dieses Jahr an der Förderschule eingeschult. Für die Schulleiterin Gudrun Burgmaier-Fehrenbach jedoch kein Grund, das Kind nicht gebührend zu empfangen. Viele Klassen führten Tänze oder ein Flötenspiel auf. Zudem gab die Schulband ihr Können zum Besten. Auch die Handpuppe Momel, mit der die Kinder an der Schule lesen lernen, kam zum Einsatz. Danach traf sich die kombinierte Klasse, die aus Schülern der ersten bis dritten Jahrgangsstufe besteht, zu einem Frühstück, samt Eltern des eingeschulten Kindes. Danach ging es in den Unterricht.
Kerstin Frey trägt die Geschichte von der Handpuppe Momel, „Der allerschönste Tag“, vor.
Kerstin Frey trägt die Geschichte von der Handpuppe Momel, „Der allerschönste Tag“, vor. | Bild: Gudrun Burgmaier-Fehrenbach