Die Leistungen der Feuerwehr St. Georgen kosten die Stadt viel Geld. Die Arbeit wird zwar von Ehrenamtlichen getragen, Kosten fallen aber natürlich trotzdem an. In Fällen, in denen die Kommune einen Verursacher ausmachen kann, können die Kosten auf denjenigen umgelegt werden.

  • Verursacher finden: Die Kosten für Einsätze der St. Georgener Wehr müssen unter Umständen andere tragen. Das gilt, wenn beispielsweise eine Ölspur einem Verursacher zugerechnet werden kann. Es gilt aber auch, wenn die St. Georgener Wehr ihre Arbeitskraft und Ausstattung in einer anderen Kommune zur Verfügung stellt. Für all diese Verrechnungen müssen unterschiedliche Leistungen bepreist werden. Genau das hat die Stadt nun in der Satzung zur Regelung des Kostenersatzes für Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr St. Georgen neu geregelt.
  • Neues Gesetz: Das neue Feuerwehrgesetz für Baden-Württemberg trat Anfang des Jahres 2016 in Kraft. Wesentliches Ziel war die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, die Sicherung des Personalbestandes und die Anpassung an die Erfahrungen der Praxis. Durch dieses neue Gesetz trat die alte Satzung zur Regelung der Kosten außer Kraft.
  • Kosten bei Einsatz: Neu geregelt wurde unter anderem, was der Einsatz eines Feuerwehrmanns pro Stunde kostet. Auch der Einsatz der Fahrzeuge wird abgerechnet. Die Einsatzstunde eines Feuerwehrmitglieds kostet 22 Euro, bei einem Feuersicherheitswachdienst zwölf Euro. Der Einsatz einer Drehleiter ist am teuersten, sie kostet 264 Euro. Vergleichbar günstig ist ein Mannschaftstransportwagen, er kostet nur 20 Euro. Diese Fahrzeugkosten sind im Vergleich zur vorherigen Satzung deutlich gestiegen. Eine Prognose, wie sich diese Anpassung finanziell auswirken könnte, konnte vorab nicht getroffen werden.
  • Vorhaltekosten für Stadt: Für die Stadt entstehen sogenannte Vorhaltekosten für ehrenamtliche Feuerwehrmänner. Sie liegen bei rund 148 000 Euro. Die Vorhaltekosten je Einsatzstunde werden auf 13,19 Euro berechnet. Berechnet werden bei 140 Mitgliedern je 80 Stunden. Inbegriffen sind unter anderem Fortbildungen, Kleidung und Gebäudebewirtschaftung.