RADAR steht dort schwarz auf weiß in Großbuchstaben. Das akkurat eingeschweißte Rechteck – wie sonst denn hätte man den Zettel nach den Wolkenbrüchen am Sonntag lesen können? – signalisiert die Sorge eines Unbekannten um das Wohlergehen seiner Zeitgenossen.

In der Tat. Denn am Dienstag vergangener Woche wechselten in den sozialen Netzwerken die Blitzer-Warnungen hin und her. Brigach und der Bereich Hirzwald waren offenbar für längere Zeit Standorte laserbasierter Verkehrsbeobachtungen. Wohl dem, der sich durch angepasste Fahrweise ein teures Erinnerungsfoto ersparen konnte.

Und am Montag? Wer sich nach dem ersten Wintereinbruch über Rohrbach der Fuchsfall näherte, hatte zwar leidlich glatte Straßen unter den Reifen, fuhr aber in ein richtiges Nebelloch hinein. Auf den Gedanken zu schnell zu fahren kam auch bei der Abfahrt vermutlich kaum jemand. Und die Warnung? Es blieb genügend Zeit, um sie mit einem Grinsen wahrzunehmen. Auch wenn die nächsten Tage Wetter und Straßenbedingungen besser werden, darf die aus der Zeit gefallene Warnung noch ein bisschen bleiben. Ist sie doch wirkungsvoller als der hektische Smartphone-Funk.