Dass er es ernst meint mit der sonst oft bemühten Floskel, Verantwortung übernehmen zu wollen, wurde gleich bei der ersten Sitzung des Gemeinderats deutlich. Kaum sitzt Marc Winzer in dem Gremium, lässt er sich gleich noch zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und zum zweiten Bürgermeister-Stellvertreter wählen. „Ich bin jemand, der nicht von außen überall reinredet, sondern selbst mitmachen und etwas bewegen will“, sagt er.

Einsatz für den Spielplatz

Der Hasenspielplatz im Hochwald, einer seiner Lieblingsplätze in St. Georgen, sei ein Beispiel dafür: Als es darum ging, den Spielplatz abzubauen, hat er sich mit den Freien Wählern dafür eingesetzt, dass er erhalten wird. Zusammen mit dem Bauhof wurde dieser neu gestaltet. Heute ist er mit dem geschnitzten Hasen in der Mitte ein beliebter Rastplatz für Familien und Wanderer.

Die Entscheidung, in die Kommunalpolitik zu gehen, kam hingegen eher schleichend. „Mein Vater war selbst 25 Jahre lang im Gemeinderat in St. Georgen, das hat mich schon früh begleitet“, so der 51-Jährige. Winzer selbst betont, sich vor allem in die Innenstadtsanierung einbringen zu wollen. Hierbei spricht er sich dafür aus, den Fokus auf einzelne Bereiche in der Stadt zu legen und diese attraktiv zu gestalten, statt gleich alles auf einmal machen zu wollen. „Ich möchte mit Visionen vorangehen und dann prüfen, ob Akzeptanz bei den Bürgern vorhanden ist“, erklärt er.

„Mit Zuversicht an die Dinge“

Dazu gehören auch seine Ideen für die Freizeitangebote in der Bergstadt. Denn obwohl der Entwicklungsingenieur in einem ausgesprochen technischen Beruf arbeitet, sagt er über sich: „Ich bin ein absoluter Draußen-Mensch.“ Für den Winter wünscht er sich deshalb attraktivere Langlauf-Loipen. „Lieber ein paar Strecken weniger, dafür sind diese gut gepflegt“, so sein Vorschlag. Nun freut sich Winzer auf die bevorstehenden Aufgaben. Der gebürtige St. Georgener wünscht sich für die Arbeit im Gemeinderat mehr Positivität. „Zu oft wird von außen genörgelt und kritisiert“, sagt er. „Aber ich finde, dass man auch mit Zuversicht an die Dinge herangehen kann.“ Dafür will er in den nächsten fünf Jahren ein Vorbild sein.