Der aufbrandende, nicht enden wollende Beifall unterstrich die herausragenden musikalischen Leistungen des Abends. Mit einem großartigen Abschlusskonzert im Bauhof endete der zehnte Bergstadtsommer. Rund 600 Besucher erlebten zum Abschluss des Musikfestivals ganz großes Kino für die Ohren – mit einem erstklassigen Orchester und herausragenden Solisten.

Große Filmproduktionen wie Harry Potter, Jurassic Park, James Bond und Titanic werden durch ihre unverkennbare Filmmusik geprägt. Einige der schönsten Melodien erklangen bei der langen Nacht der Filmmusik. Das Schwarzwald-Kammerorchester sorgte unter der Leitung von Festivalleiter Karsten Dönneweg mit Melodien unter anderem aus Superman, Dirty Dancing, Tarzan und Herr der Ringe für Hollywood-Atmosphäre im Bauhof. Gespickt wurden die unverkennbaren Melodien mit etlichen solistischen Darbietungen. Für die kurzfristig erkrankte angekündigte Sängerin Sabrina Weckerlin sprang die Schweizer Sängerin und Musicaldarstellerin Sabrina Auer ein. Mit Themen aus Dirty Dancing, dem Musical Tarzan und dem James-Bond-Thriller Skyfall sorgte die Schweizer Sängerin und Musicaldarstellerin, die auch bereits die Rolle der Sarah im Musical Tanz der Vampire spielte, für Gänsehautmomente bei den Zuhörern.

Mal Vamp, mal Meerjungfrau. Violinistin Sandy Cameron wurde extra für den Bergstadtsommer aus Los Angeles eingeflogen.
Mal Vamp, mal Meerjungfrau. Violinistin Sandy Cameron wurde extra für den Bergstadtsommer aus Los Angeles eingeflogen.
Als wahre Teufelsgeigerin erwies sich Sandy Cameron. Die direkt aus Los Angeles eingeflogene Violinistin wirbelte passend zum gleichnamigen Film mal als kleine Meerjungfrau, mal als heißer Vamp über die Bühne. Cameron setzte auch das anspruchsvolle Thema aus dem Weltkriegs-Drama Schindlers Liste gefühlvoll um.

Während des Konzerts blitzten immer wieder weitere Glanzlichter auf. Die kleine Anna Käfer sang sich bei der Musik zur Filmtrilogie Herr der Ringe in die Herzen des Publikums. Einen musikalischen Kontrast zu den vom Schwarzwald-Kammerorchester gespielten sinfonischen Klängen setzte die Band mit Ull Möck (Piano), Mini Schulz (Bass), Obi Jenne (Schlagzeug) und Saxophonist Libor Sima, der ebenfalls als Solist brillierte.

Nach drei Stunden musikalischer Höchstleistung zeigte sich Festivalleiter und Dirigent Karsten Dönneweg geradezu beseelt. Vom Erfolg des Abschlusskonzertes sowieso. Aber auch insgesamt von dem zehnten St. Georgener Musikfestival. "Es war ein durchgehender Erfolg. Ich kann es nicht anders sagen. Ich dachte, es könnte zwischendurch vielleicht mal eine kleine Delle geben. Aber da war keine Delle. Jedes Konzert war super, tolle Atmosphäre, tolle Musiker, tolles Publikum. Es war wirklich ein krönendes Jubiläum."

Bürgermeister Michael Rieger bedankte sich im Namen der St. Georgener Bürger bei Festivalleiter Karsten Dönneweg "für zehn Jahre Bergstadtsommer, mit denen Sie den St. Georgener Bürgern sehr viel Freude bereitet haben." Im Anschluss feierten Akteure und Besucher eine rauschende Abschlussparty im Forum am Bahnhof. 
 

Der Aufwand

Das große Abschlusskonzert erforderte von den Organisatoren die größte Vorbereitung der insgesamt sieben Konzertveranstaltungen. Zwei Wochen lang bereiteten Stadtmitarbeiter den städtischen Bauhof vor, der von den Festivalmachern in mehrtägiger Arbeit in einen Konzertsaal umfunktioniert wurde. Dass beim Bergstadtsommer durchweg Profis am Werk sind und nichts dem Zufall überlassen wird, bewiesen die Organisatoren unter anderem, dass kurzfristig Ersatz für eine erkrankte Sängerin aufgetrieben werden musste. Sängerin Sabrina Auer wurde erst am Morgen des Konzerts engagiert. Auch hinter den Kulissen arbeiteten ausschließlich Profis. David Menke aus dem Team der Tontechniker arbeitet für einen bekannten Filmmusikkomponisten und steuerte eine eigene Komposition zur langen Nacht der Filmmusik bei. (spr)