Sommerferien können lang sein – manchmal sogar zu lang. Viele Kinder sehnen sich nach einigen Wochen die Schule herbei. Das Kinderferienprogramm in St. Georgen soll gelangweilten Kindern Unterhaltung bieten. Dieses Jahr stehen etwa Kinderkino, Instrumentenbau oder Kinderzirkus auf dem Programm. Für die Veranstaltungen ist seit sage und schreibe 37 Jahren Klaus Knöpfle verantwortlich. 2019 geht das St. Georgener Urgestein in den wohlverdienten Ruhestand. Diesen Sommer wird er das letzte Mal die Sommerferien vieler Kinder versüßen.

Klaus Knöpfle ist seit fast vier Jahrzehnten für das Kinderferienprogramm zuständig. Planen wird er das Ferienprogramm 2019 wohl noch. Durchführen wird es aber ein Nachfolger. Wenn er seinen Dienst im Mai 2019 quittiert, dann wird er wohl mit einem weinenden Auge auf die vielen gemeinsamen Sommerferien zurückblicken. "So richtig realisiert habe ich das noch nicht. Das kommt, wenn ich wirklich aufhöre", sagt Knöpfle.

Sein Programm findet seit jeher nach der dritten Ferienwoche statt. Das sei noch ein Überbleibsel aus den 80er-Jahren, in denen die Betriebe die ersten drei Wochen der Sommerferien geschlossen waren, damit Eltern mit ihren Kindern etwas unternehmen konnten. Sinnvoll sei das heute noch, weil viele Kinder sich in den Ferien bald langweilen.

Besonders gerne erinnert er sich an die vielen Juxolympiaden zurück. "Es gab Zeiten, da hatten wir über hundert Kinder dabei. Das war fast schon zu viel", erklärt Knöpfle. Auch der Kinderzirkus bleibt ihm wohl in Erinnerung. Es sei "wahnsinnig", wie viel die Kinder in einer Woche lernen. In Hochzeiten sei der Zirkus so beliebt gewesen, dass die Eltern bei der Anmeldung am Rathaus Schlange stehen mussten. Heute melden sich immer weniger Kinder bei ihm an. 2005 habe Knöpfle noch 850 Anmeldungen erhalten. Heute seien es nur noch rund 500. "Es gibt halt immer weniger Kinder in St. Georgen. Die beliebtesten Veranstaltungen sind immer noch die, die Kinder mit ihren Eltern nicht zuhause machen können. Zum Beispiel ein Instrument bauen, einen Zirkus, oder eine Olympiade veranstalten", sagt Knöpfle. Kinoabende hingegen seien bei Kindern mittlerweile unattraktiv. "Die DVDs haben sie meistens selbst zuhause. Früher gab es noch Filme auf Rollen, die von einem Projektor auf eine Leinwand geworfen wurden. Die hatte damals keiner im Haushalt."

  • Musik und Film: Apropos Filme: Der Streifen "Ferdinand geht stierisch ab" wird am Montag, 20. August, 14 Uhr im Jugendhaus gezeigt. Wer schon immer einmal ein Instrument bauen wollte, der sollte sich am Samstag, 28. August, um 13 Uhr im Jugendhaus einfinden, wenn es heißt: "Wir bauen unsere eigene Cajon". Alle Kinder ab acht Jahren können mitmachen. Der Kurs kostet 25 Euro. Um mit dem Instrument dann auch spielen zu können, wird ein Cajon-Workshop angeboten, der am Dienstag, 4. September ab 14 Uhr im Haus der Vereine stattfindet.
  • Malen, Basteln und Bauen: Eine kleine Farbschlacht können sich die Kinder beim Hand- und Fußpainting im Jugendhaus liefern. Am Dienstag, 21. August, ab 14 Uhr wird das Jugendhaus dann zur Kindergalerie. Ein Lavendelmännchen oder Seifenblasen selber machen? Beim Kreativnachmittag wird das möglich. Dafür sollten sich alle am Mittwoch, 22. August, um 14 Uhr im Jugendhaus einfinden.
  • Motor und Sport: Ein Modellbahnrennen mit den Boliden der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) findet am Freitag, 24. August, im Jugendhaus statt. Das Training beginnt um 10 Uhr. Das Rennen beginnt um 14 Uhr. Sportlich zur Sache geht es bei der Juxolympiade am Freitag, 31. August, ab 14 Uhr im Jugendhaus. Etwas ruhiger wird es am Mittwoch, 5. September, um 14 Uhr, am Minigolfplatz im Stadtgarten bei einem Minigolfturnier.
  • Essen und Trinken: Gesunde Smoothies liegen derzeit im Trend. Fruchtig und frisch wird es auch für Kinder am Freitag, 27. August. Ab 14 Uhr im Jugendhaus werden verschiedene Smoothies gemixt und natürlich probiert. Zudem können Kinder ihr eigenes Smoothie-Glas gestalten.
  • Ausflug nach Freiburg: Am Donnerstag, 6. September, besuchen Kinder die Berufsfeuerwehr im Brandschutzzentrum in Freiburg. Abfahrt ist um 8 Uhr an der Robert-Gerwig-Schule. Die Rückkehr erfolgt um 18 Uhr. Der Ausflug kostet acht Euro. Verpflegung muss selbst mitgebracht werden.