In gut sechs Wochen sind die St. Georgener zur Wahl aufgerufen. Mit der Nominierung der Ortschaftsratskandidaten für Brigach sind nun auch alle Listen offiziell benannt. In den Gemeinderat will eine grüne Liste zurückkehren. Keine der Gruppierungen hat es geschafft, eine volle Liste zur Wahl aufzustellen. Möglich war es, 22 Kandidaten zu benennen, weil der Gemeinderat über diese Anzahl an Sitzen verfügt. Insgesamt wollen 79 Kandidaten den Sprung in das Stadtparlament schaffen. Der Frauenanteil liegt mit 20 Bewerberinnen bei lediglich rund 25 Prozent.

  • Freie Wähler: Die bislang stärkste Fraktion des St. Georgener Gremiums sind mit acht Sitzen die Freien Wähler. Sie haben 20 Kandidaten für die anstehende Wahl gefunden, darunter drei Frauen. Sie stellen die jüngste aller Listen, denn die Kandidaten sind im Schnitt nur 43,2 Jahre alt. Zur Wahl stehen: Marc Winzer, Karola Erchinger, Patrick Hilpert, Hans-Peter Rieckmann, Fritz Weißer, Jörg Zimmermann, Michael Gausmann, Gerd Haas, Simon Hoppe, Sascha Hummel, Andreas Joos, Hedwig König, Steffen Kurz, Klaus Lauble, Michael Lauble, Kai Noel, Lea Reichert, Martin Schober, Matthias Schöne und Thomas Straßer.
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  • CDU: Das Ziel der Christdemokraten lautet, wieder die stärkste Kraft zu werden. Dieses Ziel wollen die Verantwortlichen mit 18 Kandidaten erreichen. Die CDU, derzeit mit sieben Sitzen im Gemeinderat vertreten, stellt mit sieben Frauen prozentual den höchsten Anteil aller Listen. Die Kandidaten sind im Schnitt 48,4 Jahre alt. Folgende Personen sind auf der Liste: Uwe Adalbert, Daniel Arnhold, Sarah Graf, Benjamin Hengstler, Jürgen Hodler, Ernst Laufer, Anastasia Musacchio, Bettina Oehl, Constantin Papst, Urs Perkuhn, Beate Rodgers, Stefan Rosenfelder, Barbara Schiestl, Markus Schwarzwälder, Silke Schwinghammer, Heinrich Seebacher, Vincenzo Sergio und Sibylle Weisser.
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  • SPD: Die Sozialdemokraten haben bei der Wahl 2014 einen Sitz hinzugewonnen. Dieser war frei geworden, weil die Grünen, die bis dato einen Sitz inne hatten, keine Kandidaten stellten. Mit 20 Personen, darunter sieben Frauen, hat die SPD mit den Freien Wählern die meisten Kandidaten im Repertoir. Die Partei stellt die älteste Liste mit im Schnitt 55 Jahren, obwohl die SPD mit Gabriel Dörr (noch 17) den jüngsten aller Kandidaten stellt. In dieser Reihenfolge stehen die Kandidaten auf der Liste: Oliver Freischlader, Barbara Bahsitta, Hansjörg Staiger, Vesna Pallasdies, Guido Santalucia, Regina de Souza, Gabriel Dörr, Kerstin Heinrich, Thomas Fröschl, Carolin Sprich, Jörg Haas, Ute Grathwohl, Lutz Henselmann, Monika Bösinger, Heiko Jakubowski, Stefan Plaaß, Peter Fichter, Reinhold Walter, Stefan Zeitler und Klaus Baumgärtner.
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  • FDP: Momentan ist die FDP mit drei Sitzen im Gemeinderat vertreten. Elf Kandidaten stellen sich beim anstehenden Urnengang zur Wahl. Der Frauenanteil liegt bei knapp zehn Prozent und ist damit am Geringsten. Die Freien Demokraten sind im Schnitt 49,3 Jahre alt und treten mit folgenden Personen an: Jochen Bäsch, Stephan Baumgärtner, Sabine Fichter, Benjamin Haas, Marcel Hüther, Joachim Kieninger, Marc Lieber, André Müller, Roland Schreiner, Alfred Welpe und Georg Wentz.
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  • Grüne Liste: Neue Kraft im Gemeinderat will die "Grüne Liste" werden. Grüne Kommunalpolitiker waren bis 2014 im Gremium vertreten. Weil es keine Liste mehr gab, ging der Sitz verloren. Das wollen diese zehn Kandidaten, die im Schnitt 50 Jahre alt sind, nun wieder ändern: Dirk Schmider, Axel Heinzmann, Klaus Lachner, Kirsten Heinzmann, Adelheid König, Siegfried König, Albert Hahn, Hartmut Breithaupt, Manuel Geiger und Wolfgang Kummer.
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  • Ortschaftsräte: In allen Ortsteilen wird es bei dieser Wahl nur eine Liste geben. Darauf durften doppel so viele Kandidaten vermerkt werden, wie es Sitze im Gremium gibt. Im Gegensatz zur Gemeinderatswahl dürfen in den Ortsteilen aber theoretisch alle Einwohner gewählt werden, auch wenn sie nicht auf dem Zettel stehen.

Regularien und Auszählung

Wahlteilnahme: Gewählt werden darf bei den Kommunalwahlen bereits ab 16 Jahren. Die Wähler müssen dazu Bürger der Europäischen Union und mindestens seit drei Monaten in St. Georgen mit Erstwohnsitz gemeldet sein. Die Sitze werden nach dem Berechnungsverfahren Sainte-Laguë/Schepers zugeteilt. Dieses Prinzip wird seit 2009 auch bei Bundestagswahlen und seit 2011 bei den Landtagswahlen angewandt.

Kumulieren und panaschieren: Zwei Fachbegriffe, die bei der Kommunalwahl besondere Bedeutung haben. Kumulieren heißt, dass einer Person bis zu drei Stimmen gegeben werden können. Panaschieren bedeutet, dass man dabei auch Personen unterschiedlicher Listen wählen kann.

Ortschaftsrat: Die beiden genannten Möglichkeiten gibt es bei der Ortschaftsratswahl in St. Georgen nicht. Jeder Bewerber darf nur eine Stimme bekommen. In allen Ortsteilen gibt es dieses Mal nur eine Liste. Gewählt werden kann trotzdem jeder, der in dem Ortsteil mit erstem Wohnsitz gemeldet ist.

Auszählung: Die Europawahl hat oberste Priorität. Alle anderen Stimmen werden erst am Montag ab 8 Uhr im Rathaus ausgezählt. Ausgenommen von dieser Regelung sind Oberkirnach und Stockburg, weil der Auszählaufwand in den beiden kleinsten Ortsteilen überschaubar ist.