Sie sitzen Tag für Tag hinterm Steuer ihres Omnibusses und chauffieren ihre Fahrgäste sicher, unfallfrei und freundlich an ihr Ziel. Dafür sind jetzt drei Busfahrer von Autoreisen Fischer vom Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmen ausgezeichnet worden.

Festakt für 153 Busfahrer aus dem ganzen Südwesten

Mehr als 153 Busfahrer aus Baden-Württemberg wurden bei der Veranstaltung in Stuttgart geehrt. Drei von ihnen, Hartmut Herrmann, Hans Peter und Harry Fischer, kennt jeder Fahrgast, der im Linien- und Reiseverkehr des Busunternehmens Fischer mitfährt. Die drei Busfahrer können auf jahrzehntelanges, unfallfreies Fahren zurückblicken.

Diese Busfahrer von Autoreisen Fischer gehören zu den 153 Busfahrern in ganz Baden-Württemberg, die vom Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmen für jahrelanges unfallfreies Fahren und Freundlichkeit zu den Fahrgästen ausgezeichnet wurden: Hartmut Herrmann, Harry Fischer und Hans Peter (von links). <br /><em>Bild: Autoreisen Fischer</em>
Diese Busfahrer von Autoreisen Fischer gehören zu den 153 Busfahrern in ganz Baden-Württemberg, die vom Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmen für jahrelanges unfallfreies Fahren und Freundlichkeit zu den Fahrgästen ausgezeichnet wurden: Hartmut Herrmann, Harry Fischer und Hans Peter (von links).
Bild: Autoreisen Fischer

Im Dezember 1973 setzte sich Hartmut Herrmann zum ersten Mal hinters Steuer eines Omnibusses der Firma Autoreisen Fischer. Davor fuhr er schon einige Jahre Taxi. Die Bilanz der vergangenen 45 Jahre: Rund vier Millionen Kilometer hat Hartmut Herrmann in dieser Zeit zurückgelegt. Das entspricht etwa 100 Mal rund um den Erdball. „Und ich habe mir in dieser Zeit genau einen Punkt in Flensburg eingefangen“, sagt Herrmann und lacht.

Busfahren fast schon als Sucht

Das Busfahren ist für den gelernten Industriekaufmann mehr als ein Beruf. Es ist Berufung. Oder fast schon eine Sucht. Hinterm Lenkrad fühlt sich Hartmut Herrmann wohl. „Man kann die Landschaft genießen, sieht etwas von der Welt und lernt immer neue Menschen kennen“: Das ist das, was ihm am Bus fahren bis heute gefällt.

Reise-Präferenzen haben sich in 45 Jahren verändert

Viele tausend Fahrgäste hat Hartmut Herrmann in den vergangenen 45 Jahren zu den schönsten Reisezielen Europas gefahren. Heute werden hauptsächlich Ziele in Österreich und Italien angesteuert, früher auch die Schweiz und osteuropäische Länder.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Reiseverhalten der Fahrgäste verändert. „Früher waren Busreisen für viele Menschen die einzige Möglichkeit, mal rauszukommen und etwas von der Welt zu sehen“, sagt Hartmut Herrmann. Da blieb man auch mal 14 Tage an derselben Destination. „Heute buchen die Kunden eher Kurzreisen. Längere und weitere Reisen werden mit dem Flugzeug unternommen.“

"Urlaub beginnt bereits beim Einsteigen"

Anders als früher hat zwar heute nahezu jeder ein eigenes Auto, aber Herrmann sieht in einer Busreise doch viele Vorteile gegenüber dem Selbstfahren. „Man gelangt sorglos ans Ziel und muss sich um nichts kümmern. Der Urlaub beginnt bereits beim Einsteigen.“ Damit die Fahrgäste jederzeit sicher an ihr Ziel gelangen, nehmen die Fahrer regelmäßig an Sicherheitstrainings teil.

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Auch wenn Hartmut Herrmann längst im Rentenalter ist, so ist er auch heute noch viel im Linien- und Reiseverkehr unterwegs. Und wenn er ausnahmsweise mal nicht hinterm Lenkrad sitzt, dann gestaltet er das Reiseprogramm und sucht für die Fahrgäste neue und bewährte Reiseziele aus.

Und wohin reist der erfahrene Busfahrer im eigenen Urlaub?

Und wohin reist jemand in den Urlaub, der schon von Berufs wegen die schönsten Reiseziele kennt? „Nach vielen Jahren gehe ich demnächst mal wieder nach Österreich in Urlaub“, weiß Hartmut Herrmann schon.