Die Sanierung des feuchten Untergeschosses der Robert-Gerwig-Schule war Thema in der Sitzung des Gemeinderats. 2016 wurde Schimmelbildung in den als Klassenräume genutzten Räumlichkeiten festgestellt. Daraufhin wurde der Unterricht umgehend in Räumlichkeiten des Technologiezentrums ausgelagert. Experten haben seither nach einer Lösung gesucht, um das feuchte Mauerwerk trocken zu legen. Die Fachleute sprechen sich zunächst für eine Sanierung der beschädigten, im Erdreich verlaufenden Abwasserröhre aus. Dazu muss der Bereich rund um das Gebäude aufgegraben werden. Im Zuge der Arebiten soll zudem eine vertikale Abdichtung am Gebäude angebracht werden. Die Kosten werden auf 265 000 Euro geschätzt.

Stadtbaumeister Alexander Tröndle wies darauf hin, dass bei dieser Maßnahme ein weiteres Aufsteigen der Bodenfeuchte nicht vollständig reduziert oder ausgeschlossen werden könne. Hierzu müsste das gesamte Gebäude unterhalb der Kellerbodenplatte aufgesägt und eine horizontale Abdichtung angebracht werden. Diese Arbeiten würden mit weiteren 231 000 Euro zu Buche schlagen.

Aufgrund dieser bereits im Gemeinderat und im SÜDKURIER vorgestellten Varianten gab es mehrere Hinweise aus der Öffentlichkeit, die die Verantwortlichen auf eine weitere Möglichkeit aufmerksam machten. So gibt es ein technisches Verfahren, das die Feuchtigkeit mittels elektrophysikalischer Einflüssen aus dem Mauerwerk leitet. Die Anschaffung eines solchen Gerätes, das rund 75 000 Euro kostet, würde eine wirtschaftliche Alternative zur horizontalen Abdichtung darstellen. Wie Tröndle sagte, sei darüber hinaus nur mit geringen Stromkosten zu rechnen. Bei einem Vor-Ort-Termin an einem Schulgebäude in Konstanz, bei dem das Verfahren erfolgreich eingesetzt wird, überzeugten sich Mitglieder des Gemeinderats vor einiger Zeit von der Funktionsweise.

Das Gremium entschied, dass die Verwaltung entsprechende Angebote zur elektrophysikalischen Mauerentfeuchtung einholt, darüber hinaus soll die vertikale Abdichtung auf den Weg gebracht und im Haushalt 2019 vorgesehen werden. Die Innensanierung des Untergeschosses soll zu einem späteren Zeitpunkt neu diskutiert werden.