Mit Bildern aus den vergangenen 100 Jahren der Eben-Ezer Gemeinde St. Georgen wurde am Festakt die Gemeindeentwicklung seit der Gründung in St. Georgen dokumentiert. Mit dabei beim Jubiläum waren Pastoren der letzten Jahre, so Hans Eckehard Reimann und Tobias Faix. Beide haben in St. Georgen deutliche Spuren innerhalb der Kirchengemeinde hinterlassen.

Bürgermeisterstellvertreter Manfred Scherer brachte es auf den Punkt, als er feststellt, dass St. Georgen vor 100 Jahren anders ausgesehen hat. Gerade in der damaligen Stadt hatten „andersgläubige“ eine Stadt vorgefunden, in der man den eigenen Glauben ausüben konnte und die Bürger haben diese Menschen „ihren Glauben leben lassen“.

Pastor Wilfried Lange vom Augsburger Bekenntnis, sprach für die Evangelische Allianz St. Georgen. Lange überbrachte Glückwünsche und sprach von weiteren erfolgreich zu erlebenden Jahren. Nicht ohne den Hinweis, „sie müssen sich der gesellschaftlichen Präsenz anpassen können.“ Wilfried Lange gibt den Teilnehmern an der 100-Jahrfeier mit auf den Weg: „Jesus Christus ist derselbe wie gestern, heute und morgen.“ Sein Wunsch, „den Mut neue Wege zu gehen“, kam bei den Teilnehmern an.

Die Schwarzwaldgemeinde war in Person von Lothar Trensch zugegen. Er erinnerte mit lebhaften Worten an die gemeinsamen Taufgottesdienste am Klosterweiher. Oftmals war der Anlass mit einem Gemeindefest am Klosterweiher verbunden.

Dichtgedrängt sitzen die Gäste am Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Eben-Ezer Gemeinde St. Georgen. Bild: Werner Müller
Dichtgedrängt sitzen die Gäste am Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Eben-Ezer Gemeinde St. Georgen. Bild: Werner Müller | Bild: Werner Mueller

Hans Eckehard Reimann, derzeit in der Suchthilfe tätig, gratulierte Eben-Ezer zu diesem Jubiläum. Seine Erinnerung an den Evangelisten Franz Göttler, der die Gemeinde im Zeitraum von 1919 bis 1953 als Gründungsmitglied geprägt hat, ist noch recht lebendig.

Göttler war ständig als „Gemeindegründungsunternehmer“ auch oft in der Schweiz unterwegs. Das von Göttler ausgehende Vertrauen hat diese Gemeinde bewegt und geprägt. Nach Göttler war eine längere Prediger-Vakanz zu verzeichnen. Die bisherige Holzbaracke an der Bahnhofstraße wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Johannes Faix berichtet: „Wir hatten eine sehr spannende Zeit während unserer acht Jahre in St. Georgen.“ So gibt Faix auch zu: „Diese Zeit in St. Georgen hat mich sehr geprägt und ich bin froh, Teil der Eben-Ezer-Gemeinschaft zu sein.“

Die Gemeindeinhalte sind zu bewahren, doch soll auch auf die Suche nach neuen Formaten gegangen werden. Es ist auch wichtig, dass die Gemeinde nach außen geht. „Das Verlassen sein ist in Deutschland ist die größte Krankheit“, stellt Faix fest.