Vassily Matner und Jürgen Ade kommen gerne zur Arbeit. Ihre Aufgaben sind vielfältig. Wie der Name Friedhofsgärtner schon sagt, sind die Männer auch für Grünanlagen und die Grabvorbereitung zuständig. "Wir sind Mädchen für alles", sagt Vassily Mattner lachend.

Bild: Küster, Sebastian

Früh morgens verschaffen sich Ade und Matner einen Überblick, was am Tag ansteht. Welche Beerdigungen sind geplant? Was muss vorbereitet werden? Welcher Rasen muss gemäht und welche Gräber müssen ausgehoben werden? All das steht feinsäuberlich geordnet auf Zetteln, die an einer Pinnwand hängen.

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Eine der Hauptaufgaben von Jürgen Ade und Vassily Matner ist die Aushebung der Gräber. Aufträge und Zeitplan erhalten sie vom Standesamt per Fax. Auf einer großen Tafel, die an einer Wand im Gang des Pfarrhauses hängt, suchen sie nach dem Grab, um das sie sich kümmern müssen.

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Die Mittagspause genießen die beiden meistens in ihrem "Vesperraum", wie sie ihn selbst nennen. Holzverkleidung an der Wand, ein Tisch, ein Spülbecken und Schränke. 

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Neben der Gartenarbeit und dem Ausheben von Gräbern reinigen die Friedhofsgärtner auch Teile der Einsegungshalle. Darunter auch die Totenzellen, in denen die Leichen mehrere Tage liegen, bis sie beerdigt oder eingeäschert werden. Nach der Aufbewahrungszeit muss die Zelle gereinigt werden. Die Gerüche, die bei der Lagerung entstehen, können unangenehm sein. "Wir haben uns an die Gegebenheiten gewöhnt", sagt Matner, während er in der Zelle steht.

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Bei der Reinigung der Zelle kommen auch Chemikalien zum Einsatz.

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In einem kleinen Raum lagern Matner und Ade ihre dunklen Anzüge, die sie für die Andacht brauchen. 

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