Die Musiker und Musikerinnen des Jugendsinfonieorchesters bereiteten unter der Leitung von Michael Berner ihrem Publikum in der Stadthalle einmal mehr einen tollen, bemerkenswerten Konzertabend. In dieser Form war es der letzte Auftritt, denn Dirigent Berner hat nun den Taktstock niedergelegt. Er bedankte sich sichtlich bewegt bei seinen Musikern und ihren Familien und bei allen Wegbegleitern aus seinem privaten Umfeld, von der Stadt, dem Thomas-Strittmatter-Gymnasium (TSG) und der Jugendmusikschule sowie dem Förderverein. Ab 1. April wird das Jugendsinfonieorchester unter neuer Leitung und neuem Namen durch die Jugendmusikschule fortgeführt.

Dank für Engagement

"Sie haben dafür gesorgt, dass unsere Stadt würdig repräsentiert wurde", dankte zuvor Bürgermeister Michael Rieger dem Orchesterleiter für sein Engagement bei Konzerten und Konzertreisen des Orchesters. Gleichzeitig betonte er die hohe Qualität der Auftritte und bedauerte sehr, dass dieses Konzert das letzte unter Berners Stabführung war. Dies war die Folge der in beidseitigem Einvernehmen erfolgten Auflösung der Orchesterkooperation zwischen JMS und TSG. Michael Rieger würdigte auch die Begeisterungsfähigkeit und die Konzentration der jungen Musiker. "Der Jüngste ist 13 Jahre alt", fügte er hinzu.

Einmal mehr verzaubert das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Michael Berner sein Publikum im Rahmen der St. Georgener Konzerte.
Einmal mehr verzaubert das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Michael Berner sein Publikum im Rahmen der St. Georgener Konzerte.

Mit einem klassischen Auftakt holten Musiker und Dirigent ihr Publikum eingangs ab. Die Ouvertüre zu Oper "L'Isola disabitata" von Joseph Hayden sorgte zunächst dafür, dass alle Konzertbesucher ankommen und sich auf den konzertanten Spätnachmittag einlassen konnten. Die zauberhafte Ouvertüre aus der Märchenoper "Bajka" von Stanislaw Moniuszko zeichnete Traumbilder in unterschiedlichen Temperamenten. Präzise präsentierten die Musiker die heimliche englische Hymne "Pomp an Circumstance", die davon lebt, dass die beiden konträren Themen auf jeweils ihre eigene Weise wirken. Ebenfalls von Edward Elgar fügte Michael Berner das Stück "Nimrod" aus den Enigma-Variationen an. Eher feierlich mit Pausen zum Nachspüren entließ das Orchester sein Publikum in die Pause.

Zum Abschied von Orchesterleiter Michael Berner bedankt sich Bürgermeister Michael Rieger für unzählige schöne Konzertstunden.
Zum Abschied von Orchesterleiter Michael Berner bedankt sich Bürgermeister Michael Rieger für unzählige schöne Konzertstunden.

 

Ganz andere Töne hatte sich Michael Berner für den zweiten Teil ausgesucht. Mit Filmmelodien aus Batman, Pearl Harbor, Gladiator, Robin Hood und The Rock zeigten die Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters ihr vielseitiges Können. Ihr präzises Spiel ließ die einzelnen Werke erst so richtig wirken. Temperamentvoll und engagiert vorgetragen, ließ sich das Publikum von der Musik mitreißen und spendete viel und herzlichen Applaus. Als Zugabekündigte Michael Berner "Mission Impossible" an. Der eingängige Sound war ideal, um nochmals alle Register zu präsentieren und kam beim Publikum einfach sehr gut an.

Jugendsinfonieorchester

Peter Dönneweg gründete das Orchester 1967 als Schulorchester des Gymnasiums St. Georgen. Später wurde es in eine Kooperation des TSG mit der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen überführt. 2002 übernahm Michael Berner die Leitung. Das Orchester ist weit über die Region hinaus bekannt und Konzertreisen führten durch Europa, nach China und in die Dominikanische Republik. (rib)