Dieser Tage erreichte die Redaktion der Anruf einer aufgebrachten Bürgerin, die sich über "eine Müllkippe bei den Glascontainern in der Mühlstraße aufregte. "Da sieht es furchtbar aus, die Leute entsorgen ihren Hausmüll säckeweise hinter den Glascontainern." Leider ist die Dame, die sich zu Recht über den unschönen Anblick aufregt, mit ihrer Beobachtung kein Einzelfall. Die Rückseiten von Glascontainern scheinen eine geradezu magische Anziehungskraft für Entsorgungen aller Art zu haben. Auch andernorts gibt es immer wieder Beschwerden von Anwohnern, dass es rund um die aufgestellten Glascontainer aussieht wie auf einer Müllkippe.

So wurde vor kurzem beim Glascontainerstellplatz in Peterzell neben anderem Gerümpel ein aufblasbares Schwimmtier, dem die Luft nach dem Badeurlaub ausging, rücksichtslos und ohne Mitleid "ausgesetzt." Auch im Wald stolpert man hin und wieder über derartige Hinterlassenschaften. Die Behörden sind gegen diese Müllsünder nahezu machtlos, wenn sie nicht auf frischer Tat erwischt werden. Abgesehen von der Unart, seinen Müll illegal in der grünen Natur zu entsorgen, ist es nicht nachvollziehbar, weshalb manche Mitmenschen das Risiko einer Anzeige verbunden mit einem Bußgeld wegen illegaler Müllentsorgung und Umweltverschmutzung eingehen, anstatt die kaputten Gegenstände, die sie ohnehin bereits ins Auto geladen haben, kostenlos und auf legalem Weg im Wertstoffhof hinter dem Bahnhof abzugeben.

Dann könnten diese Müll- und Umweltsünder auch gleich doppelt gut schlafen. Erstens, weil sie ihren Müll nicht bei Nacht und Nebel herumfahren müssen, denn der Wertstoffhof hat zu humanen Uhrzeiten mittwochs von 14 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Zweitens schläft es sich mit einem reinen Gewissen auch gleich viel besser.