Anfang September nahm der Natur- und Waldkindergarten in Oberkirnach seinen Betrieb auf. Dass der Kindergartenbetrieb mit nur drei Kindern startete, sehen Ortschaftsrat, Gemeinderat und die Erzieherinnen dabei nicht als Problem. Allesamt strahlen Zuversicht aus, dass nach einer Anlaufphase das Konzept großen Zulauf haben wird.

Kinder kommen monatsweise

„Lieber einen schlechten Start und eine gute Zukunft“, sagte Ortsvorsteher Franz Günter in der Ortschaftsratssitzung. Es sei seitens des Gemeinderates nie das Ziel gewesen, das der Kindergarten mit einer Vollbelegung aller 20 Plätze startet. Für das Erzieherinnenteam mit Leiterin Daniela Haas, Rosi Fleig und Hannah Kammerer sei der Start mit wenigen Kindern gut gewesen, „um sich gegenseitig kennen zu lernen und damit sich die Abläufe einspielen.“ Die drei Erzieherinnen arbeiteten zuvor in unterschiedlichen Einrichtungen. Wie Daniela Haas erläuterte, gebe es bereits viele Anmeldungen: „Aber die Kinder kommen monatsweise zu uns.“ Allein für nächstes Jahr gebe es bereits zehn Anmeldungen. Die drei Erzieherinnen rührten die Werbetrommel. „Der Wald tut den Kindern gut und sorgt für Entspannung“, so Hannah Kammerer. Rosi Fleig bezeichnete es als „wertvoll, dass die Kinder sich entfalten und sich austoben können.“ Daniela Haas sagte, es sei „wichtig, dass die Kinder die Natur kennen- und schätzenlernen.“

Auslastung wird optimistisch gesehen

Franz Günter und Bürgermeisterstellvertreter Hansjörg Staiger sagten, dass die Bürger „bei einem neuen Projekt erst einmal schauen, wie es anläuft.“ Zudem würden Eltern ihre Kinder nicht einfach aus einem anderen Kindergarten heraus nehmen wollen: „Und nicht alle Eltern haben die Möglichkeit, ihr Kind nach Oberkirnach zu fahren.“ Beide sind sich einig, dass der Natur- und Waldkindergarten bald eine sehr gute Auslastung haben wird. „Ich bin sicher, in einem Jahr sprechen wir hier nicht mehr über die Kinderzahlen“, so Günter.

Tag der offenen Tür

Ratsmitglied Otmar Klausmann regte an, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten, um das Konzept interessierten Eltern vorzustellen. Dies sei für Ende Oktober bereits geplant, so Daniela Haas. Dann können Interessierte neben dem Bereich im Wald auch die Kindergartenräume und sanierten Sanitärräume begutachten. Dorthin können sich die Kinder bei allzu schlechtem Wetter zurückziehen.