Mit dem Neubau der Firma Wahl, die auf dem ehemaligen Gelände der Firma Grässlin an der Bundesstraße nächstes Jahr bauen will, musste der Bebauungsplan Schoren entsprechend geändert werden. Bevor der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch über den endgültigen Satzungsbeschluss beraten wird, stellte Stadtbaumeister Alexander Tröndle das Ergebnis der Offenlage im Peterzeller Ortschaftsrat vor. 

Tausch mit Gemeinde Mönchweiler

„Die Offenlage brachte nur kleine Änderungen“, sagte Tröndle. Bei der Erstellung des Bebauungsplans seien die Belange des künftigen Bauherren so gut es ging berücksichtigt worden, so dass das Unternehmen ohne große Genehmigungsverfahren das Baugebiet betreffend zügig loslegen könne. Dabei kam es auch zu einem Tausch der Gemarkungsgrenze mit der Gemeinde Mönchweiler. Der entlang der L 177 größtenteils unterirdisch verlaufende Bachlauf soll freigelegt werden. Auch wurde die Möglichkeit des Baus eines Radweges auf der Ostseite der L 177 vom Schoren in Richtung Königsfeld angeregt.

Defizit bei Ökopunkten

In der Ökobilanz ist der Bebauungsplan allerdings zurück gefallen. Hatten die geplanten Ausgleichsmaßnahmen in der Anfangsphase noch einen Überschuss an Ökopunkten, so ergab eine neue Berechnung ein Ausgleichsdefizit von knapp 14 000 Ökopunkten. Dies verwunderte Andreas Joos. Wie Tröndle erläuterte, seien Ausgleichsmaßnahmen nicht genau definiert. „Beispielsweise bringt ein gepflanzter Baum zwischen 100 und 300 Ökopunkte.“ Der Stadtbaumeister zeigte sich zuversichtlich, dass das Defizit mühelos ausgeglichen werden könne. Ökopunkte sind eine Werteinheit, mit der Maßnahmen bewertet werden, die bei Baumaßnahmen als Ausgleich zu versiegelten Flächen zum Schutz der Natur getroffen werden. Kommunen können auf dieses freiwillige Ökosparbuch „einzahlen“, in dem beispielsweise wenig attraktive Flächen durch entsprechende Maßnahmen einen höheren ökologischen Wert erzielen.