Schönschreiben oder schön schreiben, das ist für die meisten heute eine Herausforderung. Wenn sich Schulanfänger damit schwer tun, ihre As und Os langsam ins Heft malen, dabei stöhnen, die Stirn furchen, hat jeder Verständnis. Doch wer heute nach Jahren des Tastenschreibens und der Kurznotizen auf dem Smartphone oder auf Zettel das Schönschreiben probiert, kommt schnell an seine Grenzen. Diese Erfahrung machten in einem Klassenzimmer der Robert-Gerwig-Schule 16 Teilnehmer des Workshops Handlettering.

Unter Anleitung von Christine Kinces erlernen im Rahmen der St. Georgener Literaturtage am Donnerstag 16 Teilnehmer im Workshop für Handlettering das Schönschreiben und damit das Gestalten einzelner Buchstaben zu kleinen Kunstwerken.
Unter Anleitung von Christine Kinces erlernen im Rahmen der St. Georgener Literaturtage am Donnerstag 16 Teilnehmer im Workshop für Handlettering das Schönschreiben und damit das Gestalten einzelner Buchstaben zu kleinen Kunstwerken.

Die eigene, über Jahre gefestigte Handschrift kam den meisten in die Quere, sie ließen sich aber von Christine Kinces ermuntern, das kunstvolle Handschreiben zu erlernen. Eingeladen hat zu diesem Workshop Lucia Kienzler, Leiterin der Stadtbücherei, im Rahmen der St. Georgener Literaturtage. „Lesen hat mit Buchstaben zu tun. Und Buchstaben allein vermögen einiges auszusagen“, ist der Hintergedanke des Workshops. „Wir hätten glatt drei Kurse belegen können, so groß war der Andrang“, freut sich Kienzler, die selbst zum Kalligraphie-Werkzeug griff.

Unter Anleitung von Christine Kinces erlernen im Rahmen der St. Georgener Literaturtage am Donnerstag 16 Teilnehmer im Workshop für Handlettering das Schönschreiben und damit das Gestalten einzelner Buchstaben zu kleinen Kunstwerken.
Unter Anleitung von Christine Kinces erlernen im Rahmen der St. Georgener Literaturtage am Donnerstag 16 Teilnehmer im Workshop für Handlettering das Schönschreiben und damit das Gestalten einzelner Buchstaben zu kleinen Kunstwerken.

Bei Christine Kinces braucht man zum Erlernen der schön geschmückten Buchstaben nur einen Fineliner, die meisten hatten aber noch Bleistifte und Radiergummi dabei. Nach den ersten Erläuterungen wurde es im Raum dann mucksmäuschenstill. Jeder und jede war mit sich und seinem Tun beschäftigt. „Das entspannt ungemein, da komme ich richtig runter“, sagt eine der Teilnehmerinnen. In der Tat ist das wie in der ersten Klasse, man braucht Geduld, Ruhe und Zeit.

Unter Anleitung von Christine Kinces erlernen im Rahmen der St. Georgener Literaturtage am Donnerstag 16 Teilnehmer im Workshop für Handlettering das Schönschreiben und damit das Gestalten einzelner Buchstaben zu kleinen Kunstwerken.
Unter Anleitung von Christine Kinces erlernen im Rahmen der St. Georgener Literaturtage am Donnerstag 16 Teilnehmer im Workshop für Handlettering das Schönschreiben und damit das Gestalten einzelner Buchstaben zu kleinen Kunstwerken.

Christine Kinces ist in St. Georgen keine Unbekannte. Sie leitet im Ehrenamt das Café Bohnenheld, einem Treffpunkt vieler Kunst- und Kulturinteressierter. Sie ist selbständig und schafft mit dem Handlettering kleine Kunstwerke, beschreibt Steine, Postkarten, Holzstücke. Im Laufe des Abends werden einige Schriftarten ausprobiert und zur Krönung auf festem Papier eigene Gedanken schriftlich ausgestaltet. Fazit des Abends: Mit viel Geduld lässt sich Schönes gestalten, an dem auch andere ihre Freude haben können.