Sicher hat sich noch nie jemand die Frage gestellt, wie sich wohl ein Mix aus „Satisfaction“ von den Rolling Stones und „Hey Jude“ von den Beatles anhören würde. Normalerweise müsste das ein ähnliches Desaster für die Ohren sein wie Rote Bete und Schokolade zusammen einfach ein Gaumengraus darstellen muss.

Das Acoustic Fun Orchestra hat mit ihrem „Trip to Mixiko“ im Forum am Bahnhof bewiesen, dass man sich die Frage, ob Stones- oder Beatlesfan künftig nicht mehr stellen muss. Sondern dass man die Musik der beiden Kultbands durchaus mixen und ein neuer Sound entstehen kann. Und nicht nur das. Die Zuhörer wurden bei dem Konzert des Quartetts Ohrenzeuge zahlreicher weiterer musikalischer Variationen und Neuinterpretationen.

Die Musiker begeistern mit ihrem musikalischen Können.
Die Musiker begeistern mit ihrem musikalischen Können. | Bild: Sprich, Roland

Da muss man drauf kommen: Man nehme möglichst viele Klassiker der Musikgeschichte, werfe sie alle zusammen in den Mixer und mixe alles einmal kräftig durch. Was dabei herauskommt ist kein zähes Musikpüree, sondern quirlige Musikcomedy vom Feinsten und auf höchstem Niveau. Das Acoustic Fun Orchestra hält, was der Name verspricht. Musik und jede Menge Spaß waren garantiert an dem Abend. Da schwenkte ein Medley schon mal unversehens von Bob Dylan zu Rammstein.

Gegen den Strich gebürstet und mit einer gehörigen Portion Klamauk nahmen die vier Musiker das Publikum mit auf eine Reise mit gleichermaßen unbekanntem wie ungewohnten Ziel. So wie ein guter Barkeeper aus den unterschiedlichsten Zutaten leckere Cocktails zaubert, so verstand es das Acoustic Fun Orchestra, aus den Originalhits der Musikgeschichte einzigartige Coverversionen zu machen. Mal rein akustisch, mal mit instrumentaler Unterstützung. Selbst eine sächsische Version von AC/DCs „Highway to Hell“ fand den Weg in die Setlist.

Das Publikum hält es während dem Konzert oftmals nicht auf den Sitzen. Sie grooven, klatschen und tanzen mit.
Das Publikum hält es während dem Konzert oftmals nicht auf den Sitzen. Sie grooven, klatschen und tanzen mit. | Bild: Sprich, Roland

Die Zuhörer schwankten zwischen Verwunderung über die Absurditäten, in denen sich die Formation bewegte, und Begeisterung über das kongeniale Ergebnis. Dabei nahmen sich die Musiker mit Coco, Tilo und Lorenz Buchholz sowie Roby Scheffert selbst nicht zu ernst.

Als sie sich den Pleiten, Pech und Pannen der internationalen Musikgeschichte annahmen und prompt die Bühne schlagartig dunkel wurde, ertönte über das Megafon sogleich die Aufforderung, jetzt bloß nicht in Panik zu verfallen. Das Publikum erlebte nicht nur einen höchst unterhaltsamen und vergnüglichen Abend im FAB. Sondern wird künftig Klassiker der Musikgeschichte mit neuen Ohren hören.

Musikalisch geht es im Herbst weiter mit Konzerten von The Soulmachine und den Wombats.

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