Tag für Tag entstehen hinter den Türen des Technologiezentrums in der Sommerauer Straße die tollsten Ideen und Innovationen. Auf die Idee, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten, um interessierten Besuchern einen Einblick zu bieten, kamen die dort ansässigen Unternehmen erst jetzt. Und das Interesse zeigte, dass dies eine gute Idee war. Die Besucher staunten angesichts der zur Schau gestellten technologischen Vielfalt, die im TZ steckt. Und dass Global Player Tür an Tür mit Start-up-Unternehmen arbeiten.

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Die Bezeichnung Tag der offenen Tür nahmen die Unternehmen wörtlich. Weit offen standen die Türen zu Büros und Produktionsräumen. Manche Unternehmen sind Mieter der ersten Stunde. Beispielsweise die Firma GFT. Wenngleich der IT-Entwickler und Spezialist für den Banken-, Versicherungs- und Industriesektor seinen Hauptsitz aus strategischen Gründen längst nach Stuttgart verlegt hat, sind am Standort in St. Georgen bis heute rund 60 der weltweit 500 Mitarbeiter tätig, wie Marion Mielke, verantwortlich für das Rechnungswesen, erläutert.

Neben den Global Playern sind im TZ auch kleine Unternehmen vertreten, die hier ihr ihre ersten unternehmerischen Schritte starteten und sich eine Existenz aufbauen. So wie die Firma Virtual Gaps. „Wir machen IT-Betreuung für Unternehmen“, fasst Geschäftsführer Daniel Arnhold zusammen.

Daniel Arnhold von der Firma Virtual Gaps erläutert, welche Dienstleistungen das im TZ beheimatete Unternehmen anbietet.
Daniel Arnhold von der Firma Virtual Gaps erläutert, welche Dienstleistungen das im TZ beheimatete Unternehmen anbietet. | Bild: Sprich, Roland

Und erläutert genauer, was dahinter steckt. „Wir machen von der Telefonanlagenbetreuung bis zur Gestaltung von Websites alles.“ Im Aufbau ist eine Streaming-Plattform, wo Experten zu allen möglichen Verbraucherthemen übers Internet Informationen geben. Ein paar hundert Zuschauer, so Arnhold, zieht Virtual Gaps mit diesem noch neuen Unternehmenszweig bereits regelmäßig vor den Bildschirm.

Hantieren mit virtueller Motorsäge

Viel zu sehen und zu erleben gab es bei der Firma Imsimity, wo die Besucher beispielsweise mit einer echten Motorsäge völlig unbedenklich im virtuellen Raum hantieren konnten. „Das Interesse ist groß, wir freuen uns, den Besuchern zeigen zu können, was hier im TZ alles geboten wird“, so Imsimity-Geschäftsführer Martin Zimmermann.

Hans-Dieter Schondelmaier (Zweiter von rechts) von Scaleo Systems erläutert beim Tag der offenen Tür im TZ interessierten Besuchern das Thema Industrieautomation. Unter anderem geht es um wegsuchende, selbstfahrende Robotersysteme.
Hans-Dieter Schondelmaier (Zweiter von rechts) von Scaleo Systems erläutert beim Tag der offenen Tür im TZ interessierten Besuchern das Thema Industrieautomation. Unter anderem geht es um wegsuchende, selbstfahrende Robotersysteme. | Bild: Sprich, Roland

Auch bei der Firma 3-D-Labs gab es viel zu entdecken. Hier werden Produkte mittels 3-D-Drucker hergestellt. „Wir sind in allen Bereichen, von Automotive- bis zu Medizintechnik tätig“, erklärt Marina Schreiner, Assistentin der Geschäftsleitung. Mit modernen Geräten können Komponenten für verschiedenste Anwendungsbereiche aus Kunststoff oder Metall hergestellt werden.

Maurice Scheer, einer der Geschäftsführer von 3-D-Labs, mit einer Beinprothese, die quasi aus dem Drucker stammt.
Maurice Scheer, einer der Geschäftsführer von 3-D-Labs, mit einer Beinprothese, die quasi aus dem Drucker stammt. | Bild: Sprich, Roland

Maurice Scheer, einer der Geschäftsführer von 3-D-Labs, zeigte sich über die Idee des Tags der offenen Tür begeistert. „Das ist toll für St. Georgen, viele wissen gar nicht, welche Unternehmen hier sind und was hier produziert wird.“

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