St. Georgen – Das Deutsche Phonomuseum und die Brigachquelle sollen künftig touristisch besser vermarktet werden. An diesen beiden Projekten arbeitet der Verkehrsverein St. Georgen in Zusammenarbeit mit der Stadt intensiv, wie der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Heinrich Seebacher, bei der Hauptversammlung sagte.

Entsprechende Hinweise auf den gelben Straßenschildern sowie zusätzliche Richtungspfeile sollen durchreisende Autofahrer auf das Phonomuseum in der Stadtmitte aufmerksam machen. An der Brigachquelle, die auf dem Grundstück der Familie Heinzmann liegt, sollen Schilder mit der Historie und der Bedeutung des Donauquellflusses sowie der Verlauf der Donau dargestellt werden. Außerdem sollen Toiletten aufgestellt werden.

Gescheitert ist die Stadt bislang mit dem Versuch, entlang der Autobahn A81 mit einem entsprechenden Hinweis auf das Phonomuseum zu werben. „Wir haben schon drei Versuche gestartet und sind drei Mal abgelehnt worden mit der Begründung, dass das Phonomuseum zu weit von der Autobahn entfernt liegt“, bedauert Bürgermeister Michael Rieger.

Die neuen Begrüßungstafeln an den Ortseingängen gefallen dem Bürgermeister gut. Weniger bis gar nicht gefällt ihm allerdings, in welchem Umfeld die Tafeln aufgestellt wurden. Vor allem die Parkbucht gegenüber der freien Tankstelle an der Bundesstraße ist ihm ein Dorn im Auge. „Wir haben schon mehrfach mit dem Eigentümer des Grundstücks sowie dem Pächter der Tankstelle gesprochen, diesen Platz optisch ansprechender zu gestalten. Leider bislang ohne großen Erfolg.“ Auch das halb abgebrochene ehemalige Nachtcafé sei keine Visitenkarte für die Stadt.

In punkto Tourismus sollen künftig auch einige Anregungen der Bürgerwerkstatt geprüft und umgesetzt werden. Unter anderem sollen Aussichtpunkte und -türme geschaffen werden.

Ferienland-Geschäftsführer Julian Schmitz hatte positive Zahlen für St. Georgen zu vermelden. „In St. Georgen tut sich was, es geht bergauf“, sagte er angesichts der steigenden Übernachtungszahlen. So bleiben die Gäste in St. Georgen mit durchschnittlich sechs Übernachtungen länger als im Durchschnitt der Ferienlandsgemeinden (5,7 Übernachtungen).

Allerdings, so schränkt Schmitz ein, ist der Schwarzwald die klassische Zweit- und Drittdestination für Kurzurlaube. Schmitz informierte die Mitglieder über ein Projekt, wonach die Regionalität bei Feriengästen, vor allem aber bei den Einheimischen, stärker ins Bewusstsein gerückt werden soll.

Wahlen und Ehrungen

Bei den Wahlen wurden der stellvertretende Vorsitzende Bernd Schultheiß und der zweite Kassierer Ulrich Szembeck im Amt bestätigt. Ebenso wie die Beiräte Herbert Braun, Josef Stockburger, Hansjörg Hartmann und Michael Mündel. Für 25-jährige Tätigkeit als Vorsitzender wurde Heinrich Seebacher geehrt. Seit 60 Jahren Mitglied im Verein ist Otmar Müller. (spr)