Eine offenbar nicht vorhandene Informationspolitik gegenüber den Anwohnern und unzumutbare Zustände für die Arbeiter bemängelte der Peterzeller Ortschaftsrat in Sachen Breitbandausbau. Zwar erfolgt der offizielle Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt erst am kommenden Montag. Doch das beauftragte Unternehmen ist bereits seit geraumer Zeit zugange, um in der Ortsmitte die Leitungen für das schnelle Internet in Peterzell zu verlegen. „Das ist grundsätzlich ja erst einmal löblich, dass die Arbeiten so schnell von statten gehen“, sagte Gremiumsmitglied Michael Otte. Allerdings könne es nicht sein, dass die Anwohner nicht vorab informiert würden, wenn der Gehweg vor deren Haustüre aufgegraben werde: „Das läuft gerade extrem chaotisch.“ „Die klingeln und wenn niemand öffnet, gehen sie einfach ein Haus weiter“, beobachtete auch Jochen Kitiratschky. Ortsvorsteher Klaus Lauble sagte, dass die Firma den ausdrücklichen Auftrag habe, die Anwohner rechtzeitig „mindestens zwei Wochen vorher zu informieren.“ Auch Lauble ist mit dem Ablauf der Arbeiten nicht zufrieden. So bemängelte er, dass nach den wöchentlich montags stattfindenden Jour fix-Terminen, an denen er regelmäßig teilnimmt, „am Dienstag schon wieder alles anders ist.“

Weiter wurde innerhalb des Gremiums bemängelt, dass den Mitarbeitern der Baufirma offenbar keine mobilen Toilettenhäuschen mehr zur Verfügung stünden und die Arbeiter sich hinter Garagen oder Büschen erleichtern müssten. Zudem lass die Ausführung der Arbeiten stark zu wünschen übrig. So würden die aufgegrabenen Wege nicht sachgemäß verschlossen, wie anhand der Pflastersteine und zu hoch aufgetragener Asphaltschicht leicht zu erkennen sei. Das Gremium vermisst hier die notwendige Kontrolle durch den Zweckverband beziehungsweise das Architekturbüro.